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Artenvielfalt
fördern

Jeder Quadratzentimeter zählt

Alle können einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten. Wir haben Vorschläge für jedes Zeitbudget und jede Grösse der Grünfläche zusammengestellt.

Text: Rahel Schmucki

Damit Kleintiere im Garten Unterschlupf finden, empfiehlt das Bundesamt für Umwelt, im Herbst Holz- und Asthaufen liegen zu lassen. Darin können Igel und andere Kleintiere überwintern. Im Frühling und Sommer verkriechen sich Eidechsen, Ameisen und Käfer gern in Stein- und Holzhaufen. Je wilder ein Garten ist, desto mehr Lebensraum bietet er kleinen Tieren. Hier geht es zur Anleitung zu einem selbstgebauten Igelhaus.

Ein sauber getrimmter Rasen zieht keine Tiere an. Ersetzt man ihn durch Wildblumen, bietet die Wiese den Wildbienen und Schmetterlingen jede Menge Nahrung. Samen für eine Wildblumenwiese findet man unter Namen wie «Bienenweide» oder «Wiesenwucherblumen». Auf migrosmagazin.ch findet sich eine Liste mit bienenfreundlichen Samen und Setzlingen.

Eine praktische Sache sind fertige Pflanzenziegel. Man findet Sie nach Verfügbarkeit ausschliesslich bei Do it + Garden Filialen.

Um die Biodiversität zu fördern, braucht man keinen Garten. Für den Balkon und sogar das Fenstersims kann man schöne Blumen pflanzen und säen, an denen Schmetterlinge und Bienen Nahrung finden. Diese Setzlinge und Samen sind mit dem Stichwort bienenfreundlich gekennzeichnet. Das sind zum Beispiel Begonien, Löwenmaul, Dahlien, Phlox oder Herbstanemonen. Eine ganze Liste von geeigneten Blumen haben die Gärtner von Do It + Garden für das Migros-Magazin zusammengestellt.

Wildbienen finden in der urbanen Umgebung keine Nistplätze mehr und haben Mühe beim Überwintern. Deshalb gibt es Wildbienenhotels, die den Bestand dieser Tiere sichern helfen. Diese Häuschen können auch auf dem Balkon aufgestellt werden. Keine Angst: Wildbienen sind an menschlichen Lebensmitteln weniger interessiert. Wichtig ist, dass das Bienenhotel einigermassen vor dem Wetter geschützt ist.

Bei der Biodiversität spielt die Herkunft der Pflanzen eine grosse Rolle. Welche Blumen und Sträucher in welcher Region zu Hause sind, findet man heraus unter www.floretia.ch.

Um die Artenvielfalt in der Schweiz kennenzulernen eignen sich Wanderungen und Spaziergänge. In Dietikon (ZH) erklärt die Ausstellung «(G)Artenvielfalt - ohne invasive Neophyten» auf 2500 Quadratmetern die heimischen Pflanzen. Die Kleinen können auf einem Globi-Rundgang spielerisch etwas über Biodiversität lernen.

Raupen
Wie erklärt man Kindern die Wunder der Natur? Zum Beispiel mit einem Raupenkasten. Darin wachsen Larven zu Schmetterlingen heran. Damit man diese Entwicklung mitverfolgen kann, bietet der Kasten Einblick. Einen besonders schönen Bausatz gibt es unter www.raupenkasten.ch

Glühwürmchen
Viele kleine Tiere sind schwierig zu beobachten. Um sie den Kindern trotzdem näherzubringen, gibt es kleine Tricks. Das Tier des Jahres, das Glühwürmchen, lässt sich gut mit einer selbst gebastelten Lichtfalle aus einer halbierten PET-Flasche und einem kleinen LED-Licht beobachten. Mit diesem «künstlichen Weibchen» lockt man suchende Männchen an, kann sie begutachten und unbeschadet wieder fliegen lassen.

Bastelanleitung:

  1. Halbiere eine PET-Flasche mit einem Messer oder mit einer Schere.
  2. Bohre ein kleines Loch in den Boden der PET-Flasche.
  3. Steck ein kleines LED-Licht in die gebohrte Öffnung.
  4. Entferne den Deckel am oberen Teil der PET-Flasche (beim Ausguss) und stecke diesen Teil umgedreht in den unteren Teil.
  5. Stelle das LED-Licht an und warte, bis die Glühwürmchen kommen. 
  6. Nach dem Beobachten die Glühwürmchen wieder fliegen lassen!

Globi und die neuen Arten
Das neuste Buch von Globi beschäftigt sich mit der Artenvielfalt. «Globi und die neuen Arten» erzählt die Geschichte von Pflanzen- und Tierarten, die von Menschen an neue Orte getragen werden und da teilweise für Probleme sorgen.

Gartenkind - ein Projekt von Bioterra
Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren haben beim Projekt Gartenkind die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung ihr eigenes kleines Gartenbeet zu hegen und zu pflegen. Die Kinder erfahren während einer Gartensaison den Kreislauf und die Zusammenhänge der Natur.

Wer sich über längere Zeit für die Biodiversität einsetzen möchte, kann etwa in der Stadt Basel eine Patenschaft für Baumrabatten übernehmen und Blumen setzen. Andere Gemeinden bieten Ähnliches an, am besten erkundigt man sich bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Einen Holzhaufen liegen gelassen? Wildbienen beherbergt? Wildblumen gepflanzt? So gewonnene Flächen kann man im Projekt missionb.ch des Schweizer Fernsehens eintragen und damit Teil der «Mission B» werden.

Biodiversität bei der Migros

Naturnahes Migros Firmenareal

35 Firmenareale der Migros sind speziell naturnah gestaltet und bieten Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere. Dies entspricht insgesamt einer Fläche von über 2.98 Millionen Quadratmetern.

Das Engagement für die biologische Vielfalt ist für die Migros sehr wichtig: Sie ist in diesem Bereich Pionierin. 

Mit ihren naturnahen Firmenarealen schafft die Migros wertvollen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Der Artikel «Blütenmeer in der Industriezone» zeigt vier Objekte in der Nahaufnahme.

Weiter erfahren Sie hier alles über das Engagement der Migros im Bereich Biodiversität und Wasser.

 

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