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Nachhaltig in den Ferien

Wer fliegt, ist per se nicht nachhaltig. Nachhaltigkeit hat aber neben der ökologischen auch immer wirtschaftliche und soziale Komponenten. So helfen etwa Fernreisen, andere Kulturen besser zu verstehen. Und: In den Ferien besteht die Möglichkeit, sich vor Ort nachhaltig zu verhalten. Der Reiseveranstalter Hotelplan Suisse hat einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Gerade für Städtereisen innerhalb Europas bietet sich der Zug oftmals als optimales Transportmittel an. Die Marke Hotelplan hat die Broschüre «Nachhaltiges Reisen» mit Zugreisen auf den Markt gebracht. Wer mit dem Zug reist, hat zudem die Möglichkeit, unterwegs einen Zwischenstopp einzulegen und eine weitere Stadt zu besuchen. Wer fliegt, kann seine verursachten Emissionen via «myclimate» kompensieren.

Mit PET-Flaschen übersäte Strände sind heute leider ein alltägliches Bild. Daher eine eigene Trinkflasche mitnehmen. Für Länder, in denen Leitungswasser nicht trinkbar ist, einen Wasserfilter einpacken.

Egal ob am Strand, an der Feuerstelle im Nationalpark oder auf der Wiese vor dem Eiffelturm: Wer Abfall produziert, sollte diesen wieder entsorgen. Bei exotischen Destinationen, wie zum Beispiel den Malediven, den Abfall (leere Sonnencreme-Tuben etc.) wieder in die Schweiz nehmen und hier entsorgen.

Klimaanlagen sind Energieschleudern. Wer sein Hotelzimmer zum Beispiel ein Grad weniger kühlt oder heizt, spart Energie.

Auf den Märkten dieser Welt finden sich viele billig produzierte Massenprodukte. Wer lokal hergestellte Souvenirs kauft und dafür faire Preise bezahlt, unterstützt sowohl die Menschen vor Ort als auch die lokale Wirtschaft.

Fremde Länder sind gerade auch wegen der kulinarischen Unterschiede so interessant. Deshalb vor Ort ein lokales Restaurant besuchen oder auf dem Markt einkaufen und nicht in eine Fast-Food-Kette gehen.

Nachhaltigkeit hat auch soziale Komponenten. Dazu gehört, sich den Gepflogenheiten am Reiseziel anzupassen und diese zu respektieren. In den Flip-Flops eine Moschee zu besuchen ist ein absolutes No-Go.

Auf den Jet-Ski über die Wellen düsen oder mit einem Quad die Dünen herausfordern, macht durchaus Spass. Alternativ kann man sich aber auch paddelnd über Wasser halten oder einen Ausflug mit dem Velo unternehmen.

Kein Einwegplastik und faire Anstellungsbedingungen sind Zeichen dafür, dass sich eine Unterkunft nachhaltig engagiert. Deshalb sollte man bei der Buchung auf diese Merkmale achten. Die Organisation «Travelife» etwa zertifiziert anhand von 150 Kriterien Hotels auf der ganzen Welt. Hotelplan Suisse nimmt laufend neue Travelife-zertifizierte Unterkünfte ins Portfolio auf.

Zurück im Alltag kann man sich ebenfalls nachhaltig bewegen. Zu Hause etwa Energiesparlampen einsetzen, die Wohnung ein Grad weniger heizen, lokale und saisonale Produkte einkaufen, Velo fahren, zu Fuss gehen oder den ÖV benutzen. Des Weiteren lohnt es sich, beim Zähneputzen das Wasser abzuschalten, die Treppe statt den Lift zu nehmen oder am Arbeitsplatz eine eigene Trinkflasche, ein Glas oder eine Tasse zu verwenden anstatt Pappbecher und PET-Flaschen.

Nachhaltigkeit bei Hotelplan Suisse

Fussspuren im Sand am Meer

Eine intakte Umwelt bildet die Grundlage für unsere Zukunft. Gleichzeitig ist dies das Fundament für erlebnisreiche Ferien. Deshalb engagiert sich Hotelplan Suisse für den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Nebst der Möglichkeit, CO2-Emissionen von Flügen und Kreuzfahrten via «myclimate» zu kompensieren, hat Hotelplan Suisse zum Beispiel 2003 - als erster Schweizer Reiseveranstalter - den Verhaltenskodex «The Code» zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung im Tourismus unterzeichnet.

Im Weiteren besteht eine Zusammenarbeit mit «OceanCare». Seit 2018 werden Delfinarien sowie das Schwimmen mit in Gefangenschaft lebenden Delfinen und Walen nicht mehr aktiv in Katalogen oder Online angeboten.

Hotelplan Suisse unterstützt «Friends of African Wildlife», ein Schweizer Projekt in Südafrika, bei dem Einheimische zu Rangern ausgebildet werden, so dass sie ihr Wissen lokal weitergeben können. Weitere Engagements sind die Beteiligung im Fachgremium «Umwelt & Soziales» des Schweizer Reise-Verbandes, die Unterstützung des Sozialprojekts «Smiling Gecko» in Kambodscha und der Austausch mit «Fair unterwegs», dem Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung.

Text: Markus Fässler, Verantwortlicher Nachhaltigkeit Hotelplan Suisse

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