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Verpackungen

Verpackungen sollen das Produkt schützen und ansprechend aussehen. Darüber hinaus will die Migros die Verpackungen so umweltfreundlich wie möglich gestalten. Nach dem Prinzip «Vermeiden – Vermindern – Verwerten» verspricht die Migros, bis Ende 2020 über 6000 Tonnen Verpackungsmaterial ökologisch zu optimieren.

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Häufig gestellte Fragen

Sie haben eine neugierige oder kritische Frage zum Thema Verpackung? Vielleicht ist sie hier bereits beantwortet.

Bio Produkte müssen vom Gesetz her jederzeit klar erkennbar von konventionell produzierten Produkten getrennt werden. Aus diesem Grund verkauft die Migros den grössten Teil des Bio-Sortiments in abgepackter Form. Somit haben Sie als Konsument/in die Gewissheit, dass wo Bio drauf steht, auch Bio drin ist. Andererseits kann dadurch eine lückenlose Rückverfolgbarkeit garantiert werden. Die Verpackung dient aber nicht nur der eindeutigen Identifikation von Bioprodukten, sie führt durch den zusätzlichen Schutz zu einer längeren Haltbarkeit der Frischprodukte. Ein Beispiel hierzu: Eine unverpackte Gurke ist nach drei Tagen nicht mehr verkäuflich. 1.5 Gramm Verpackung hingegen halten sie für 14 Tage frisch. Wenn durch die Verpackung also weniger Produkt verdirbt, ist der Umwelt damit mehr gedient.

Die PET-Sammelstellen sind ausschliesslich für PET-Getränkeflaschen gedacht. In der Schweiz wird beim Recycling der PET-Getränkeflaschen ein sehr hochwertiger Kreislauf praktiziert: Aus PET-Getränkeflaschen werden wieder neue PET-Getränkeflaschen hergestellt. Öl- , Essig- und Saucenflaschen bestehen ebenfalls häufig aus PET. Ölreste verursachen Komplikationen im Waschprozess und Essigreste beeinflussen im Recyclingkreislauf die chemische Zusammen- stellung von PET. Derartige Produktverpackungen können über die separate Plastikflaschen- sammlung entsorgt werden. Schalen (z.B. Salate, Fleisch, Guetzli) bestehen ebenfalls teilweise aus PET. Diese Verpackungstypen sind aus einer unterschiedlichen PET-Qualität und würden die PET-Sammlung verunreinigen. Ausserdem würden offene Behälter zu Hygieneproblemen in den Filialen führen. Deshalb gehören diese Verpackungen in den Haushaltabfall. In die PET-Flaschensammlung gehören nur Getränkeflaschen.

Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, wie z.B. Mais oder Zuckerrohr, schneiden in Ökobilanzen – entgegen der verbreiteten Meinung – nicht besser ab als erdölbasierte. Die Gründe für das schlechte Abschneiden von Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen liegen im Anbau der Rohstoffe, wie z.B. einer intensiven Landwirtschaft oder Monokulturen. Zudem muss für Verpackungen aus gewissen Biokunststoffen mehr Material eingesetzt werden, um die gleiche Stabilität und Reissfestigkeit zu erreichen. Problematisch ist auch, dass biologisch abbaubare Materialien zum Teil mit der Nahrungsmittelproduktion konkurrieren. So werden Biokunststoffe z.B. aus Mais-, Kartoffel- oder Sojastärke gewonnen, welche für viele Menschen eine wichtige Nahrungsgrundlage sind.

Kunststoffe werden (mit Ausnahme von Biokunststoffen) aus Erdöl hergestellt. Glas besteht v.a. aus Sand und Kalk, benötigt aber für die Herstellung viel Energie, welche ihrerseits Erdöl benötigt. Zudem ist Glas schwer und für dessen Transport wird mehr Treibstoff verbraucht als für leichte Kunststoff- verpackungen. Aus ökologischer Sicht heisst das: Natürlich ist ein Kilogramm Glas ökologischer als ein Kilogramm Plastik. Aber in der Regel wird viel weniger Plastik als Glas benötigt, um ein Produkt zu verpacken. Daher ist die Ökobilanz von Plastikverpackungen oft besser.

Dies kann nicht absolut beantwortet werden. Je nach Getränk ist die eine oder die andere Verpackung vorzuziehen. Der Getränkekarton gehört beispielsweise zu den umweltfreundlichsten Verpackungsvarianten von Fruchtsäften trotz der Tatsache, dass Getränkekartons nicht rezykliert werden. Getränkekartons sind aber für kohlensäurehaltige Getränke nicht geeignet. Darum gehören bei kohlensäurehaltigen Getränken PET-Flaschen zu den Getränkeverpackungen mit den tiefsten Umweltbelastungen. Dabei spielt das geringe Gewicht ebenso eine wesentliche Rolle wie die Recyclingmöglichkeit. In der Schweiz werden über 80 Prozent der PET-Flaschen rezykliert und die Migros-eigenen Industriebetriebe setzten für Ihre neuen PET Flaschen rund ein Drittel Rezyklat ein.

Karton ist nicht grundsätzlich ökologischer als Plastik. Es kommt insbesondere auf das Gewicht und den Materialverbrauch der Verpackung an. Bei der Umstellung von Karton auf Kunststoff konnte beispielsweise die Umweltbelastung der Quinoa-Verpackung um 65 Prozent reduziert werden. Eine systematische und flächendeckende Umstellung auf Karton ist daher nicht sinnvoll. Auch die Plastiksäckli im Offenverkauf von Früchten und Gemüse belasten die Umwelt weniger als materialintensive Papiertüten.

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