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ÖKOLOGISCHE VERPACKUNGEN IN DER MIGROS

Die Migros hat in den vergangenen Jahren viele ihrer Verpackungen ökologisch optimiert. Bis 2020 reduziert sie weiterhin systematisch die Verpackungsmenge und setzt umfassend umweltschonendere Materialien ein.

Karton Verpackungen

Was viele nicht wissen: Eine Verpackung trägt in den meisten Fällen nur zu einem verschwindend kleinen Teil zur Umweltbelastung eines Produktes bei. Betrachtet man den gesamten Lebensweg eines Produktes, verursachen die Rohstoffgewinnung, beziehungsweise bei einigen Produkten die Nutzung (z.B. Energieverbrauch bei Leuchtmitteln), die grösste Umweltbelastung. Daher ist es in vielen Fällen sinnvoll, die Produkte zu verpacken und sie so vor Verderb zu schützen und deren Haltbarkeit zu verlängern. Ein Produkt zu verpacken ist aber eine kleine Wissenschaft. Denn jede Verpackung muss unterschiedlichsten Ansprüchen genügen. Ein Verpackung soll…

  • das Produkt schützen (längere Haltbarkeit und Hygiene)
  • Informationen vermitteln (Herkunft, Food Facts usw.)
  • das Produkt ansprechend präsentieren
  • gut transportierbar sein in der Logistik und praktisch sein in der Anwendung
  • möglichst umweltfreundlich und rezyklierbar sein
  • wenig kosten

Die Migros ist erst dann mit einer Verpackung zufrieden, wenn diese über ihren gesamten Lebensweg hinweg ein optimales Verhältnis aller Faktoren aufweist.

Engagement für ökologischere Verpackungen verstärkt

Die Migros hat in den vergangenen Jahren ihre Verpackungsmenge systematisch reduziert oder diese mit umweltschonenderen Materialien ersetzt. Dieses Engagement setzt sie konsequent fort. 2013 hat die Migros deshalb eine neue ganzheitliche Strategie für ökologischere Verpackungen erarbeitet. Sie hat erstmals umfassend die Verpackungsdaten ihrer Eigenindustrie erfasst und verspricht, bis Ende 2020 über 6000t Verpackungsmaterial ökologisch zu optimieren. Getreu der Maxime Vermeiden, Vermindern, Verwerten setzt die Migros auf vielfältige Lösungen, um die Verpackungen umweltfreundlicher zu gestalten: Wo möglich reduziert sie die Verpackungsmenge, nutzt Recycling-Materialien, oder verpackt ihre Ware umweltfreundlicher. Umweltfreundlicher heisst, die Migros nutzt entweder ökologischeres Material, wie beispielsweise FSC-Papier anstatt konventionellem Papier oder sie setzt einen anderen Verpackungstyp ein, beispielsweise Beutel anstatt Dosen. Im Zuge der neuen Strategie für ökologischere Verpackungen wird die Migros in den nächsten Jahren sämtliche Papier- und Kartonverpackungen der Migros-eigenen Industrieunternehmen auf Recyclingbasis oder FSC-zertifiziertes Material umstellen.

Mit Systematik zu Werke

Auf der Suche nach der optimalen Verpackung, die möglichst umweltfreundlich ist, arbeitet die Migros mit Ökobilanzen. Die von der Migros berechneten Ökobilanzen berücksichtigen den ganzen Lebensweg der Verpackungen, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Dabei werden die Auswirkungen auf die Umwelt untersucht, zum Beispiel die Klimabelastung durch CO2 oder die Versauerung von Böden. Für eine maximale Effizienz entwickelt die Migros bei neuen Produkten die Verpackung und das Produkt zusammen. Dabei bezieht sie den gesamten Lebensweg des Produktes sowie der Verpackung in ihre Betrachtung mit ein.

Optimierte Verpackungen im Laden

Unter dem Strich ist es der Migros zwischen 2010 und Ende 2012 gelungen, die Umweltbelastung der Verpackungen bei den 250 meistverkauften Produkten um 6,87 Prozent zu vermindern. Auch beim restlichen Sortiment erzielte die Detailhändlerin Fortschritte. Insgesamt konnte die Migros zwischen 2010 und Ende 2012 1360 Tonnen Material einsparen sowie rund 1300 Tonnen Rezyklat und 3780 Tonnen FSC-Karton einsetzen. Optimierte Verpackungen sind für die Kundin oder den Kunden auch nicht immer offensichtlich, etwa wenn Recyclingmaterial oder FSC-Karton aus nachhaltiger Forstwirtschaft eingesetzt wird. Daher lobt die Migros ökologisch optimierte Verpackungen bei deren Lancierung aus.

Café Royal-Kaffeekapseln: 60 Prozent weniger Verpackungsmaterial

Die grossen Schachteln mit den in Einzelfolien verpackten Kaffeekapseln waren sehr voluminös und materialaufwändig eingepackt. Delica, Produzentin der Café Royal Kapseln, ist es gelungen, das Verpackungsmaterial um rund 60 Prozent zu reduzieren. Dank einer technischen Verbesserung der Kapseln, kann auch auf die Folien, in die die einzelnen Kapseln zur Wahrung des Aromas verpackt waren, verzichtet werden. Die neuen und viel kleineren Schachteln sind aus FSC-zertifiziertem Karton hergestellt.

Bio-Charcuterie: Kartonschalen sparen 60 Prozent Kunststoff ein

Die Migros ersetzt bei der ungekühlten Bio-Charcuterie die Plastikschalen durch solche aus beschichtetem Karton. Pro Verpackung spart sie so rund 60 Prozent an Kunststoff ein. Karton und Papier haben gegenübervielen Kunststoffen den Vorteil, dass sie biologisch gut abbaubar sind und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Die neuen Kartonschalen tragen zudem das Gütesiegel der Waldschutzorganisation Forest Stewardship Council (FSC).

Auch Sie können sich engagieren

Verschiedene ausgediente Produkte und Verpackungen können in den Migros-Filialen zurückgegeben werden. Diese werden zu 100% dem Recycling zugeführt. Der Recycling Guide hilft beim richtigen Entsorgen der Abfälle. Einzelne Genossenschaften nehmen zusätzliche Abfälle entgegen. Weitere Abfälle werden von den Gemeinden gesammelt.

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