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04.12.2018 - Nachhaltigkeit Klimaschutz mit Reis

Seit Jahren reduziert die Migros mit freiwilligen Massnahmen ihren CO2-Ausstoss. Auch bei Flugtransporten hat die Detailhändlerin zusammen mit der Stiftung myclimate ein Modell mit Pioniercharakter entwickelt.

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Etwas mehr als ein Prozent ihres Umsatzes erzielt die Migros mit Waren, die eine Flugreise hinter sich haben. Wenn möglich verzichtet die Detailhändlerin auf diese Transportmethode, doch für Produkte wie Bohnen, Frischfisch, Spargeln oder exotische Früchte wie Mangos sind Flugmeilen unumgänglich. Die Verpackungen der eingeflogenen Produkte sind entsprechend gekennzeichnet.

Mit einem einzigartigen Modell, das die Migros mit myclimate lanciert, werden diese Flugmeilen nun kompensiert. «Insetting» lautet der Fachbegriff. Zu verstehen ist darunter, dass die CO2-Emissionen der Flugtransporte mit eigenen Klimaschutzprojekten ausgeglichen werden.

«Wir nehmen unsere Verantwortung wahr und sparen selber wieder ein, was wir ausstossen», sagt Thomas Paroubek, Leiter der Direktion Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement bei der Migros.

Wie das funktioniert, zeigt das Beispiel der Max-Havelaar zertifizierten Rosen aus Kenia:

  1. Mehrmals pro Woche landet in Amsterdam ein Flugzeug beladen mit Rosen aus Kenia für die Migros-Filialen in der Schweiz. In Kenia herrschen perfekte Produktionsbedingungen für die Blumen, was eine Rosen-Produktion ohne Heizung und Lichtzusatz ermöglicht.
  2. Der Flugtransport der Rosen verursachte im ersten Halbjahr 2018 einen Ausstoss von 3'110 Tonnen CO2. Berechnet wird dieser Emissions-Wert von myclimate. Als Basis dienen der international tätigen Schweizer Stiftung dafür die Kilogramm- und Herkunftsangaben der Blumen. Zum Vergleich: Fährt man mit einem Auto, das auf hundert Kilometer 8.5 Liter Benzin verbraucht, von der Schweiz nach Moskau und zurück, werden knapp zwei Tonnen CO2 ausgestossen.
  3. Für die Migros bedeutet das, dass sie 3'110 Tonnen CO2 mit eigenen Klimaschutzprojekten einsparen muss. Zum Beispiel beim Reisanbau in Thailand. Dort arbeitet die Detailhändlerin mit Reisbauern an einer klimafreundlichen und ertragssteigernden Anbaumethode, bei der der Boden abwechselnd bewässert und getrocknet wird. Der Anbau benötigt so weniger Saatgut und nur halb so viel Wasser wie die konventionelle Methode. Dadurch reduziert sich der Ausstoss des klimaschädlichen Methangases um bis zu 60 Prozent. Ziel ist es, eine Anbaufläche von 1000 Hektaren auf diese Methode umzustellen um damit CO2- Emissionen wie jene der Rosenimporte aus Kenia zu kompensieren.

Freiwilliges Engagement der Migros
Seit Jahren reduziert die Migros mit freiwilligen Massnahmen ihre CO2-Emissionen. Mit verbindlichen Versprechen verpflichtet sich die Migros, die Umwelt zu schützen, Strom zu sparen, Co2 zu reduzieren sowie erneuerbare Energien zu förden. Dieses Engagement zahlt sich aus. Zahlreiche Versprechen im Bereich Energie & Klima konnten bereits erfolgreich umgesetzt werden.

Diese Versprechen sind aktuell auf Kurs:

Weitere Informationen zum myclimate Projektbeschrieb