Navigation

So wird C02 zum Saubermacher

Migros gewinnt aus Treibhausgas Alkohol für Reinigungsmittel

Migros-Kundinnen und -Kunden können ab jetzt Reinigungsmittel kaufen, welches industriellen Alkohol (Ethanol) enthält, der aus rezykliertem CO2 gewonnen wurde. Das Migros-Industrie-Unternehmen Mibelle nutzt dafür seine Zusammenarbeit mit dem Start-up Lanza Tech. Mit dieser innovativen Art der Ethanolgewinnung spart Mibelle jährlich 80 Tonnen herkömmlich produziertes Ethanol ein und leistet in diesem Bereich einen signifikanten Beitrag zur Nachhaltigkeit. Und dies gleich in zweifacher Hinsicht.

Einerseits kann Mibelle aus CO2 einen wichtigen Rohstoff zur Herstellung von Reinigungsmitteln gewinnen. Andererseits spart Mibelle so jährlich bis zu 80 Tonnen herkömmliches Ethanol ein, für dessen Anbau fossile Materialien, sowie Pflanzen wie Zuckerrohr oder Zuckerrüben nötig sind. Auf diese Rohstoffe kann man in Zukunft für die Herstellung von Ethanol verzichten. Diese innovative Umstellung schützt also die Umwelt und schont wertvolle Ressourcen. 

Alkohol dank Mikroorganismen

Doch wie kann man aus Treibhausgas industriellen Alkohol gewinnen? Das Start-Up Lanza Tech nutzt dabei die Ausstösse von Industrieabgasen der Stahlindustrie. Durch den Einsatz bestimmter Mikroorganismen wird das eingefangene CO Gas direkt fermentiert, also gegärt. Das daraus gewonnene Ethanol wird in Tanks gespeichert und dann für Reinigungsmittel der Migrosmarken «Potz» und «Migros Plus» eingesetzt (Es kann vorkommen, dass zwischenzeitlich herkömmlich produziertes Ethanol eingesetzt wird, wenn gerade nicht genug Ethanol aus CO2-Recycling vorhanden ist).

Ausweitung der nachhaltigeren Produktion

Die Mibelle hat den Blick nach vorne gerichtet und sieht das grosse Potential dieser neuartigen Gewinnung von industriellem Alkohol. Das aus dem rezyklierten CO2 gewonnene Ethanol soll mittelfristig die gesamte Menge an Alkohol im Bereich Wasch-, Putzmittel und Kosmetik ersetzen. «Zudem prüfen wir aktuell, aus dem so gewonnenen Rohstoff, zukünftig ebenfalls Verpackungen auf den Markt zu bringen», sagt Luigi Pedrocchi, CEO der Mibelle Gruppe. «Ich bin sehr stolz darauf, wie die Mibelle ihre Bestrebungen, nachhaltiger zu produzieren, verfolgt.»

 

Das könnte Sie auch noch interessieren