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Lebensmittelabfälle

Weltweit landet ein Drittel aller Lebensmittel im Kehricht. Die Migros setzt alles daran, die Verluste so klein wie möglich zu halten. Mit Erfolg: knapp 99 Prozent aller Lebensmittel werden als Lebensmittel verkauft oder an gemeinnützige Organisationen abgegeben.

Lebensmittelabfälle

Foto: fotolia - TheStockCube

Entlang der Wertschöpfungskette geht im Schnitt rund ein Drittel der Lebensmittel verloren. Weggeworfene Lebensmittel stellen nicht nur ein ethisches Problem dar, sondern bedeuten auch unnötige Kosten. Die Migros beschäftigt sich deshalb intensiv mit dem Thema Lebensmittelverschwendung und versucht, die Verluste so klein wie möglich zu halten. Die wichtigste Massnahme um Lebensmittelverluste zu verhindern, ist die optimale Planung bei der Beschaffung der Lebensmittel. Dazu zählen eine möglichst genaue Mengenplanung in den Filialen, massgeschneiderte Transportwege und Lieferzeiten.

98.57 Prozent der Lebensmittel, die die Migros in ihren Läden und in der Gastronomie anbietet, werden auch als Lebensmittel verkauft oder abgegeben: zu regulären oder reduzierten Preisen an Kunden und Mitarbeitende oder gratis an gemeinnützige Organisationen wie «Tischlein deck dich», «Schweizer Tafel» oder «Partage». Nur gerade 1.43 Prozent der von der Migros angebotenen Lebensmittel werden nicht als Lebensmittel verkauft oder abgegeben. Davon werden verwertet:

  • 0.22% als Tierfutter
  • 1.09% in der Vergärung (Biogas)
  • 0.07% als Kompost
  • 0.05% landen als Abfall in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA).

Die Doppeldatierung auf Lebensmitteln trägt zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen bei. Zwischen «Verkaufen bis» und dem zweiten Datum («Mindestens haltbar bis» oder «Verbrauchen bis») liegen meist mehrere Tage. So hat der Konsument Zeit, das Produkt zu verbrauchen. Ausserdem besteht durch die Doppeldatierung die Möglichkeit, die bis zum Verkaufsdatum nicht verkauften Waren an gemeinnützige Organisationen abzugeben. Die Migros prüft zudem laufend, ob die aufgedruckten Haltbarkeitsdaten verlängert werden können.

Massnahmen in der Industrie

Auch die Industriebetriebe der Migros halten die Lebensmittelverluste so gering wie möglich. Dies gelingt dank modernen Produktionsanlagen, geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und optimal aufeinander abgestimmten Prozessen. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Detailhandel und der Migros-Industrie ermöglicht eine ideale Planung – sowohl der Mengen als auch des auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichteten Sortiments. Dadurch können Überschüsse vermieden werden. Entstehen dennoch Abfälle, werden sie grösstenteils als Tierfutter weiterverwertet. Ist dies aus gesetzlichen Gründen nicht möglich, landen die Abfälle in der Biogasanlage oder auf dem Kompost. Lediglich ein kleiner Teil landet in der Kehrichtverbrennungsanlage. Seit 2017 trennt Delica die Ausschussware, die bei der Herstellung von Kapselkaffee anfällt: Der Kaffee und die Plastikkapseln werden getrennt entsorgt, das Kaffeepulver dient als Zusatz für Tierfutter oder Kompost und die Plastikkapseln werden rezykliert. Dank der Massnahme konnte Delica die spezifische Abfallmenge, die in der Kehrichtverbrennungsanlage landet, gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel reduzieren.

Verein «United Against Waste»

Saviva, ein Unternehmen der Migros-Gruppe, gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins «United Against Waste», einem Branchenzusammenschluss im Gastronomiebereich, der sich für eine Reduktion von Lebensmittelabfällen engagiert. «United Against Waste» hat zum Ziel, die Lebensmittelabfälle in der Gastronomie bis 2020 zu halbieren. Dazu sammelt der Verein schweizweit Daten zum Lebensmittelverlust im Food Service Sektor und zeigt Reduktionspotenziale auf. Gleichzeitig trägt der Verein bestehende Lösungsansätze zusammen und stellt sie der gesamten Branche zur Verfügung.

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