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Freiwillig gegen Littering

Die Migros setzt sich mit freiwilligen Engagements für eine saubere Umwelt ein. So betreibt sie etwa das grösste Rücknahmesystem im Schweizer Detailhandel.

Plastikflasche am Strand

Quelle: Fotolia_55660418

«Freiwilligkeit ist der Preis der Freiheit» – ganz im Sinne ihres Gründers Gottlieb Duttweiler stellt die Migros noch heute freiwillige Engagements für die Gesellschaft ins Zentrum ihres Handelns. So auch beim Littering, dem achtlosen Wegwerfen von Abfällen auf Plätzen, Strassen und in Parks. Rund die Hälfte dieses Abfalls stammt von Take-Away-Produkten. Die Migros packt dieses gesellschaftliche Problem gemäss ihrem Prinzip «Vermeiden-Vermindern-Verwerten» bereits an der Quelle an und reduziert die Verpackungsmenge. Gleichzeitig unterstützt sie ihre Kundinnen und Kunden dabei, ihre Abfälle korrekt zu entsorgen, indem sie:

  • in ihren Filialen genügend Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt und die Abfalleimer beim Eingang ihrer Filialen regelmässig leert und reinigt. Punktuell werden auch öffentliche Abfalleimer von Migros-Mitarbeitenden bewirtschaftet.
  • das grösste Rücknahmesystem im Schweizer Detailhandel betreibt, wo unter anderem neben PET-Getränkeflaschen auch alle Plastikflaschen aus dem Haushaltsbereich sowie CDs und DVDs zurückgebracht werden können.
  • in gewissen Migros-Take-Aways Mehrweggeschirr anbietet und Kunden, welche diesen benutzen, mit Preisreduktionen belohnt.

Beteiligung an Branchenlösungen und regionalen Kampagnen

Die Migros arbeitet im Kampf gegen Littering mit der IG Detailhandel Schweiz (IGDHS) sowie der IG Saubere Umwelt (IGSU) zusammen und unterstützt regionale Aktionen, unter anderem durch finanzielle Beiträge. Seit 2006 engagiert sich die Migros Basel in den «Basler Littering-Gesprächen» – einem Zusammenschluss von Detailhändlern, Take-Away-Anbietern und Gewerbevertretern – mit dem Ziel, dem gesamtgesellschaftlichen Littering-Problem aktiv entgegenzutreten. Ein konkretes Engagement dieser Branchen-Initiative ist die Aktion «Ein Drecksack macht sauber» in Basel. Während der Sommermonate verteilen die beteiligten Läden, Restaurants und Kioske in der Basler Innenstadt gratis einen «Drecksack» an all jene Kundinnen und Kunden, die einen Einkauf von Lebensmitteln für eine Verpflegung im Freien tätigen. Später können sie ihren Abfall in diesem Beutel in einem der 29 speziell bereitgestellten «Drecksack»-Container entsorgen. Ein Gewinnspiel ist ebenfalls Teil der Aktion.

Für freiwillige Massnahmen

Die Migros leistet freiwillig über verschiedene Massnahmen einen wichtigen Beitrag gegen Littering. Eine einseitige Rücknahmeverpflichtung für Verpackungen nur beim Detailhandel oder produktbezogene Littering-Gebühren, wie derzeit insbesondere in der Stadt Bern im Littering-Kontext diskutiert, lehnt die Migros jedoch ab. Solche Lösungen greifen zu kurz und bestrafen alle Konsumentinnen und Konsumenten anstatt nur die tatsächlichen Abfallsünder. Dass freiwillige Massnahmen ein sinnvoller Weg sind, zeigt auch eine neue Studie. Laut der Studie sind die sozialen Umstände und die Situation (Ort, Zeit), in welchen man sich zum Zeitpunkt des Litterns befindet, oft viel stärker für das Littering massgeblich als die spezifische Verpackung. Aus verhaltensökonomischer Sicht können Littering-Gebühren das unerwünschte Verhalten sogar noch verstärken - nach dem Motto: «Weil ich den Preis dafür bezahlt habe, kann ich auch littern».

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