Navigation

Wiederverwertung von Abfällen

Die Migros betreibt für die intern anfallenden Abfälle ein umfangreiches System zur Wiederverwertung. Von den jährlich rund 234'000 Tonnen Betriebsabfällen werden 78 Prozent wiederverwertet.

Eine Ladung Betriebsabfälle von der Migros

Die Migros strebt grundsätzlich danach, Abfälle zu vermeiden oder zu vermindern und Stoffkreisläufe zu schliessen. Im Genossenschaftlichen Detailhandel und in den Industriebetrieben entstehen dennoch jedes Jahr rund 234'000 Tonnen Abfall. Die grössten Abfallkategorien der Industriebetriebe bilden organische Abfälle sowie tierische Nebenprodukte wie beispielsweise Knochen. In den Filialen fallen vor allem Papier und Karton an. Von allen im Jahr 2017 angefallenen Abfällen führte die Migros 78 Prozent wieder dem Recycling zu.

Organische Abfälle werden zu Ökostrom 

Seit Mai 2014 betreibt die Genossenschaft Migros Zürich eine Anlage, die organische Abfälle samt Verpackung verarbeiten kann. Die Biomasse wird danach zu Ökostrom verarbeitet. Konkret sammeln die Filialen und Restaurants der Genossenschaft zunächst ihren organischen Abfall, d.h. Speisereste, Rüstabfälle, abgelaufene Lebensmittel und verwelkte Blumen, und geben diesen den Lastwagen mit, die täglich neue Waren anliefern. Danach werden die durchschnittlich rund 22 Tonnen organischen Abfälle pro Tag in einer Hammermühle in kleinste Teilchen zerschlagen. Störstoffe, wie etwa Plastik von Verpackungen, werden mithilfe von Druckluft aussortiert und landen im Kehricht. Der Rest wird mit wenig Wasser vermischt und durch kleine Löcher in einen Tank ausgepresst. Fast täglich wird die Biomasse abgepumpt und in eine Biogasanlage transportiert. Dort wird die Masse erhitzt und von Keimen befreit, beim anschliessenden Gären entsteht Biogas. Eine Tonne Speisereste entspricht dem energetischen Wert von ungefähr 300 Litern Heizöl.

Recycling schont Ressourcen 

Beim Warentransport setzt die Migros wo immer möglich auf wiederverwendbare Kunststoffbehälter, die länger als zehn Jahre im Einsatz bleiben. Durch die Verwendung von Mehrweggebinden anstatt Kartonschachteln spart sie jährlich über 90‘000 Tonnen Karton ein. Dies entspricht über 100 Millionen Kartonschachteln pro Jahr.

Bei vielen Industrieunternehmen fallen nach Ablösen der Verpackungsetiketten mehrere Tonnen silikon-beschichtetes Trägerpapier pro Jahr an. Alleine die Mibelle Group Mifa AG hat im Jahr 2017 29 Tonnen Trägerpapier ins Recycling gegeben, was einer Einsparung von 59 Tonnen CO2 entspricht im Vergleich zur Entsorgung im Kehricht. Beim Recycling wird die Silikonschicht abgelöst und die hochwertigen Papierfasern zu neuen Spezialpapieren verarbeitet.

Vater mit Kind auf den Schultern

Alle Versprechen zu Abfall & Recycling im Überblick

Das könnte Sie auch interessieren