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Für das Wohl der Bienen

Bienen sind die Bestäuber vieler Pflanzenarten. Entsprechend wichtig sind sie für den Menschen und eine vielfältige Natur. Die Zahl der Bienenvölker ist weltweit rückläufig. Deshalb setzt sich die Migros in den letzten Jahren vermehrt für den Schutz der Bienen ein. Gleichzeitig sensibilisiert sie die Bevölkerung.

Biene in Mohnfeld

Erhebliche Rückgänge der Honig- und Wildbienen wurden in den letzten Jahrzenten weltweit beobachtet. Der Verlust beträgt seit 1985 25% der Bienen. Hierzulande profitieren etwa 13% der Kulturpflanzen, wie zum Beispiel viele Obst- und Gemüsesorten oder Kräuter, durch die Bestäubung von Insekten. Ohne Bienen fehlt es nicht nur an Honig: Aufgrund ihrer entscheidenden Rolle im Ökosystem als Pflanzenbestäuber ist die Landwirtschaft beeinträchtigt. Deshalb ist der Schutz und die Förderung von Bienen für die Migros ein wichtiges Anliegen. Sie setzt verschiedene Massnahmen und Projekte um, die dem Wohl der Bienen zu Gute kommen.

Verzicht auf Wirkstoffe

Die Reduktion der Populationen ist auf verschiedene Faktoren zurück zu führen. Man nimmt an, dass sich unterschiedlichen Ursachen gegenseitig verstärken. Experten gehen davon aus, dass Chemikalien aus Pflanzenschutzmitteln für das Bienensterben mitverantwortlich sind – insbesondere wenn sie nicht fachgerecht angewendet werden. Die Studie «Bye bye Biene?» von Greenpeace aus dem Jahr 2013 erwähnt sieben kritische Wirkstoffe in Pflanzenschutz- und Insektenmitteln, welche aufgrund ihrer bienenschädlichen Wirkung möglichst ersetzt werden sollten. Greenpeace hat einige Wirkstoffe identifiziert, die zusätzlich zu einer direkten, auch bei einer indirekten Exposition für Bienen schädlich sind. Das heisst, es besteht auch bei der korrekten Anwendung für Bienen weiterhin eine Gefahr. Zu den in diesem Zusammenhang beobachteten Auswirkungen zählen bspw. eine erhöhte Sterblichkeit und Entwicklungsstörungen bei Larven. Die Migros hat diese Erkenntnis ernst genommen. Sie führte ursprünglich 10 Produkte, die diese Wirkstoffe beinhaltet haben. Diese Produkte wurden vollständig liquidiert oder umgestellt. 

IP-Suisse-Bauern, die für die Migros Produkte unter dem Label TerraSuisse produzieren, verzichten auf ihren Kulturen gänzlich auf den Einsatz der sieben von Greenpeace als bienenkritisch eingestuften Wirkstoffe (vgl. Studie „Bye bye Biene?“). Die Migros hat sich massgeblich dafür eingesetzt, dass diese Neuerung in die Anbaurichtlinien aufgenommen wurden.

Lebensraum schaffen

Aktuell leben in der Schweiz rund 165'000 Bienenvölker, dies entspricht durchschnittlich 4 Bienenvölkern pro Quadratkilometer. Um überleben zu können, brauchen Bienen und andere Insekten vielfältige Blütenangebote und Nistplätze. In Zusammenarbeit mit den IP-Suisse Landwirten hat die Migros zwischen 2010 und 2013 den artenreichen Lebensraum auf IP-Suisse Bauernhöfen verdoppeltBis Ende 2017 schaffte die Migros auf ihren Firmenarealen 2,84 Millionen Quadratmeter naturnahen Lebensraum für Tiere und Pflanzen, welcher auch eine Lebensgrundlage für Bienen bildet. Die naturnahen Firmenareale werden von der Stiftung Natur & Wirtschaft zertifiziert. 

Verschiedene Genossenschaften betreuen Bienenkästen mit eigenen Völkern auf Flachdächern ihrer Filialen, ernten den Honig und betreiben vereinzelt Forschung zu wissenschaftlichen Zwecken. Bereits seit 2010 werden auf dem Flachdach des Migros Einkaufszentrum MParc La Praille mitten in Genf-Carouge, jedes Jahr zwei bis drei Bienenkästen aufgestellt. Jeder Kasten beherbergt im Frühsommer 40'000 bis 60'000 Bienen. 

Seit Frühjahr 2017 befinden sich auch auf dem Dach des Migros-Genossenschafts-Bundes am Limmatplatz acht Bienenvölker. Der Honig welcher von den 240‘000 Bienen produziert wird, kann von den Mitarbeitenden im internen Migros Restaurant gekauft werden. So werden die Mitarbeitenden sensibilisiert. 

Migros-Gruppe fördert Bienenprojekte

Imkerei wird von den rund 17'500 Bienenhaltern in der Schweiz vor allem als Hobby betrieben. Der Verein Deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde (VDRB) bietet seit November 2014 den ersten Lehrgang zum Imker mit eidgenössischem Fachausweis an. Der modular aufgebaute Lehrgang vereint Theorie und Praxis und dauert insgesamt 27 Tage, verteilt über drei Jahre. Der Förderfonds Engagement Migros unterstützte dieses Projekt substanziell bis Mitte 2017, damit das Weiterbildungsprogramm schnell aufgebaut werden konnte.

Parallel dazu ermöglicht Engagement Migros ein Dokumentationsprojekt, das praktisches Wissen über die Bienengesundheit systematisch erfasst, aufbereitet und all jenen, die den Lebensraum der Wild- und Honigbienen schützen können, zur Verfügung gestellt. Die Website bienenzukunft.ch wurde 2016 mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis aufgeschaltet.

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