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Wasser sparen im Betrieb

Auch in der Schweiz achtet die Migros auf einen sorgsamen Umgang mit Wasser. So hat sie zahlreiche Massnahmen zum Wassersparen eingeführt und verbessert ihre Nutzungseffizienz beim Wasserverbrauch kontinuierlich.

Mitarbeiter beim Reinigen

Trotz genügend Wasservorräte ist auch in der Schweiz ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Wasser unumgänglich. Insbesondere die Einsparung von Warmwasser trägt zur Nachhaltigkeit bei: Weniger Warmwasser bedeutet weniger Energieverbrauch. Hier liegt auch der Fokus bei den Filialen der Migros Genossenschaften. So wird zum Beispiel das Eis bei der täglichen Reinigung der Frischetheke mit einem Ventilator anstatt mit viel Warmwasser abgetaut. Ausserdem optimieren die Filialen laufend ihren Wasserverbrauch: So werden etwa wasserlose Urinale eingebaut. In den letzten 20 Jahren ist der gesamte Wasserverbrauch der Migros trotz Wachstum um mehr als 50 Prozent gesunken.

Neben den betrieblichen Wassereinsparungen sensibilisiert die Migros auch ihre Kunden. Das Migros-Unternehmen Mibelle Group hat beispielsweise besonders effiziente und ökologische Waschmittel entwickelt, mit denen die Kunden auch bei niedrigen Temperaturen ein optimales Ergebnis beim Waschen erzielen.

Die grössten Wasserverbraucher sind die Industriebetriebe, sie verwenden etwa 80% des gesamten Wasserverbrauchs. Dies ist vor allem auf die Reinigungsprozesse in der Produktion zurückzuführen. Die Migros-Industrie hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, ihre Wassereffizienz jährlich zu steigern. Dabei setzen die einzelnen Betriebe laufend Massnahmen um. Im Migros-Industrieunternehmen Micarna SA  wurde beispielsweise 2017 ein Projekt bei der Brühanlage im Geflügelschlachthof umgesetzt. Indem die Brühkessel automatisiert und optimiert aufgefüllt werden, konnten jährlich 25 Millionen Liter Wasser eingespart werden. Gleichzeitig wurde der Energieverbrauch reduziert, da die eingesparte Wassermenge nicht aufgeheizt werden muss. Weitere Massnahmen, wie Anpassungen bei Kühlprozessen, optimierte Reinigungsprozesse oder die Wiederverwendung von gering verunreinigtem Wasser für geeignete Prozesse helfen, die gesetzten Ziele zur Reduktion des Wasserverbrauchs zu erreichen.

Chemikalien in Gewässern sind insbesondere für die einheimischen Fischbestände ein grosses Problem. In der Schweiz gibt es deshalb klare gesetzliche Regelungen zum Umgang mit industriellem Abwasser: Industriebetriebe dürfen ihr Abwasser nur in die öffentlichen Abwasserreinigungsanlagen (ARA) einleiten, wenn vorgegebene Grenzwerte bezüglich der Wasserqualität nicht überschritten werden. Das Abwasser des Milchverarbeitungsbetriebs ELSA beispielsweise gelangt deshalb über Rückhaltebecken und Abwasservorbehandlung in die öffentliche Kläranlage. Sauberes Wasser wie Regenwasser hingegen wird von den Betrieben und Filialen so weit als möglich nicht in die Kanalisation geleitet, um die Kläranlage zu entlasten. Das Wasser versickert oder gelangt direkt in offene Gewässer.

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