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Wasser sparen im Betrieb

Auch in der Schweiz achtet die Migros auf einen sorgsamen Umgang mit Wasser. So hat sie zahlreiche Massnahmen zum Wassersparen eingeführt und verbessert ihre Nutzungseffizienz beim Wasserverbrauch kontinuierlich.

Mitarbeiter beim Reinigen

Trotz genügender Wasservorräte ist auch in der Schweiz ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Wasser unumgänglich. Wichtig ist dabei vor allem, eine gute Wasserqualität beizubehalten. Aber auch die Einsparung von Warmwasser trägt zur Nachhaltigkeit bei: Weniger Warmwasser bedeutet weniger Energieverbrauch. Hier liegt auch der Fokus bei den Filialen der Migros Genossenschaften. So kann zum Beispiel das Eis bei der täglichen Reinigung der Frischetheke mit einem Ventilator anstatt mit viel Warmwasser abgetaut werden. Ausserdem optimieren die Filialen laufend ihren Wasserverbrauch: Etwa, indem sie wasserlose Urinale einbauen. In den letzten 20 Jahren ist der gesamte Wasserverbrauch der Migros trotz Wachstum um mehr als 50 Prozent gesunken.

Die grössten Wasserverbraucher sind die Industriebetriebe: sie verwenden etwa 80% des gesamten Wasserverbrauchs. Dies ist vor allem auf die Reinigungsprozesse in der Produktion zurückzuführen. Neben den betrieblichen Wassereinsparungen sensibilisiert die Migros auch ihre Kunden. Das Migros-Unternehmen Mibelle Group hat beispielsweise besonders effiziente und ökologische Waschmittel entwickelt, mit denen die Kunden auch bei niedrigen Temperaturen ein optimales Ergebnis beim Waschen erzielen.

Die Migros-Industrie hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Wassereffizienz jährlich zu steigern. Um weitere Einsparungen zu erzielen, setzen die Betriebe deshalb laufend Massnahmen um. Das Migros-Industrieunternehmen Micarna SA hat beispielsweise 2012 ein Projekt realisiert, bei dem für die Kühlung von Anlagen verwendetes Wasser wiederverwendet werden kann. Das bereits gebrauchte Wasser ist mikrobiologisch noch einwandfrei und kann – dank baulicher Anpassungen – in einem anderen Prozess in der Kläranlage ein zweites Mal eingesetzt werden. Bei diesem Prozess wurde bisher Trinkwasser verwendet. Durch das Wasserrecycling spart die Micarna jährlich mehr als 30 Millionen Liter Wasser ein. Weitere Massnahmen wie Anpassungen an Kühlprozessen, optimierte Reinigungsprozesse und Regenwassernutzung helfen, im Wasserverbrauch noch effizienter zu werden.

Die Einleitung von Chemikalien in Gewässer ist besonders für die einheimischen Fischbestände ein grosses Problem. In der Schweiz gibt es deshalb klare gesetzliche Regelungen zum Umgang mit industriellen Abwässern: Industriebetriebe dürfen ihr Abwasser nur in die öffentliche Abwasserreinigungsanalgen (ARA) einleiten, wenn vorgegebene Grenzwerte bezüglich der Wasserqualität nicht überschritten werden. Die Abwässer des Milchverarbeitungsbetriebs ELSA beispielsweise gelangen deshalb über Rückhaltebecken und Abwasservorbehandlung in die öffentliche Kläranlage. Sauberes Wasser wie Regenwasser hingegen wird von den Betrieben und Filialen so weit wie möglich von der Kanalisation ferngehalten, um die Kläranlage zu entlasten. Das Wasser versickert oder gelangt direkt in offene Gewässer.

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