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Umweltfreundliche und nachhaltige Filialen

Die Migros hat sich ehrgeizige Klimaziele gesteckt und achtet bei ihren Filialen auf möglichst wenig Umweltbelastung. Das gilt für den Bau neuer Filialen genauso wie bei Umbauten. Und erst recht, wenn die Filialen in Betrieb sind. Das Engagement der Migros ist auch in diesem Bereich besonders innovativ. In den Filialen setzt sie darum auf einen minimalen Energieverbrauch, natürliche Kältemittel und den Minergie-Standard für Gebäudehüllen. Gleichzeitig achtet sie auf eine naturnahe Umgebungsgestaltung ihrer Firmenareale.

Nachhaltige Filiale der Migros Schonendes Licht Abwärme nutzen Türen schliessen Selber Strom herstellen Ohne Auto zur Migros Erneuerbares Material Effiziente Details Sparen beim Kühlen Standards setzen Mit der Natur
  • Schonendes Licht

    2006 hat die Migros den schweizweit ersten Supermarkt eröffnet, der vollständig mit LED-Leuchten ausgestattet ist. Seither setzt sich die energiesparende Beleuchtungstechnik schrittweise durch.

  • Abwärme nutzen

    Kälteanlagen produzieren Abwärme, die zur Beheizung von Räumlichkeiten und für Warmwasser genutzt wird.

  • Türen schliessen

    Mit Glastüren kann auch bei Kühlmöbeln für frische Produkte wie Milch, Fisch oder Fleisch der Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Hier ist die Migros Pionierin in der Schweiz.

  • Selber Strom herstellen

    Die Migros betreibt eigene Solarstromanlagen oder stellt dafür Dächer zur Verfügung. Heute gibt es über 30 Fotovoltaikanlagen auf Migros-Gebäuden. Im Sommer 2013 wurde die schweizweit grösste Anlage auf den Dächern des Migros-Verteilbetriebs Neuendorf eröffnet.

  • Ohne Auto zur Migros

    Über vier Fünftel aller Filialen sind zu Fuss oder per Velo gut erreichbar, die Einkaufszentren verfügen alle über einen Anschluss an den öffentlichen Verkehr.

  • Erneuerbares Material

    Beim Bauen lässt die Migros höchste Sorgfalt walten. Für den Bau und Umbau von Filialen werden zunehmend Recyclingmaterialien sowie nachwachsende Rohstoffe wie etwa Holz verwendet.

  • Effiziente Details

    Eine Drehtür am Eingang sorgt für einen kontrollierten Luftaustausch und damit für weniger Energieverlust – im Winter wie auch im Sommer.

  • Sparen beim Kühlen

    Kälteanlagen brauchen viel Strom und machen rund 50 Prozent des Stromverbrauchs einer Filiale aus. Durch effizientere Kältetechnologie mit umweltfreundlichen Kältemitteln, effizienteren Lüftern und Glastüren kann der Stromverbrauch massiv - teilweise um über 50 Prozent - gesenkt werden.

  • Minergie Standards setzen

    Die Migros ist Schweizermeisterin bei der Umsetzung des Minergie-Standards: Über 40 Filialen tragen inzwischen dieses Qualitätslabel für besondere Energieeffizienz. Gut isolierte Gebäudehüllen und kontrollierte Lüftung sorgen dafür, dass Gebäude viel weniger Energie brauchen. In vielen Filialen kann deshalb heute ganz auf fossile Brennstoffe wie Öl verzichtet werden.

  • Naturareale

    Durch eine möglichst naturnahe Gestaltung der Umgebung leistet die Migros einen Beitrag zur biologischen Vielfalt in Siedlungsgebieten. Sie verfügt über insgesamt acht mit dem „Natur und Wirtschaft“-Label ausgezeichnete Gelände, die Heimat für seltene Pflanzen und Tiere bieten.

Gebäude verursachen heute mehr als die Hälfte des Energieverbrauches in der Schweiz. Die Migros setzt daher in ihren Filialen konsequent Massnahmen für mehr Energieeffizienz um. Mit ihren Grundsätzen leistet sie einen wichtigen Beitrag dazu, ihre Energie- und Klimaziele  zu erreichen.

Migros-Standard zum nachhaltigen Bauen

Im Rahmen von Generation M hat sich die Migros dazu verpflichtet, ihre Filialen (Neu- und Umbauten) ab 2014 noch umweltfreundlicher zu bauen. Die Migros misst dies anhand eines spezifischen Nachhaltigkeits-Bewertungstools auf einer Skala von 1 bis 12. Damit das Ziel auf Kurs ist, muss der Durchschnitt aller Filialen mindestens 7 sein. Nachhaltiges Bauen umfasst bei der Migros drei Aspekte:

  • Energie: Neben der Förderung von erneuerbaren Energien hält die Migros auch den Stromverbrauch möglichst tief – zum Beispiel mittels LED-Lampen. Gleichzeitig entspricht die Gebäudehülle dem Minergie-Standard und die Abwärme von Kühlmöbeln wird genutzt. Per 2015 verfügt die Migros über die grösste Minergie-Fläche der Schweiz: Insgesamt sind Migros-Gebäude mit einer Gesamtfläche von 885'272 Quadratmetern Minergie-zertifiziert.
  • Ökologische Baumaterialien: Verwendet werden nur Farben, Klebstoffe und Lacke auf Wasserbasis, halogenfreie Kunststoffe sowie Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung.
  • Naturnahe Umgebungsgestaltung: Die Flachdächer von nachhaltigen Migros-Filialen sind meist begrünt, was die Biodiversität fördert und zum Beispiel Insekten wie Wildbienen Lebensraum bietet. Neben dem Haupteingang des Einkaufscenters Zugerland in Steinhausen etwa wurde eine rund 340 Quadratmeter grosse Fläche in ein Wildbienenparadies umgestaltet. Sie beinhaltet verschiedene Nistplätze wie Lehmwände, Steinhaufen, markhaltige Pflanzenstängel und Totholz sowie diverse einheimische Wildblumen, die als Nahrungsgrundlage dienen.

Mit der Umsetzung des Standards nimmt die Migros eine Pionierrolle im Detailhandel ein. Die Migros ist zudem Gründungsmitglied des Vereins «Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz».

 

Stromverbrauch reduzieren

Kühl- und Tiefkühlmöbel sind die grössten Stromverbraucher in den Filialen: Sie sind für rund 50 Prozent des Stromverbrauchs einer Filiale verantwortlich. Als erste Detailhändlerin der Schweiz setzt die Migros seit 2011 Glastüren bei Pluskühlmöbeln ein. Pluskühlmöbel sind jene Kühlregale, die auf Kühlschranktemperatur arbeiten. Dank der Glastüren sinkt der Energieverbrauch dieser Kühlmöbel um bis zu 45%. Per Ende 2015 hat die Migros knapp 30% ihrer Filialen vollständig oder in Teilen mit Glastüren bei den Pluskühlmöbeln ausgestattet.

Neben den fix installierten Kühlmöbeln werden in den Supermärkten zahlreiche mobile Kühlgeräte eingesetzt, z.B. für Getränke. Bei diesen mobilen Kühlgeräten kann bis zu 50% Strom eingespart werden, wenn die energieeffizientesten Modelle auf dem Markt eingesetzt werden. 2014 hat die Migros Zürich beispielsweise 220 ältere Kühltruhen durch effizientere Produkte ersetzt – schweizweit ist der Austausch weiterer Geräte geplant . Die Stromeinsparung für diese 220 Geräte beträgt heute schon jährlich knapp 1 Million Kilowattstunden, was dem Stromverbrauch von über 250 Haushalten entspricht.

In der Migros-Filiale in Bulle (FR) startete im Juli 2013 ein schweizweit einmaliges Pilotprojekt, das den Energieverbrauch von Kühlregalen und Tiefkühlmöbeln um 15 Prozent senkt. Bei den Kühlregalen wird normalerweise mit einer Kühlflüssigkeit von -8 Grad Celsius die Wunschtemperatur von 0 bis 7 Grad Celsius erreicht. Dank eines kleinen Zusatzelements muss diese Kühlflüssigkeit jetzt nur noch -2 Grad Celsius kalt sein. Dieses Zusatzelement – ein sogenannter Ejektor – ist eine Pumpe, die unverdampfte Kühlflüssigkeit wieder in den Kreislauf zurückführt. Kleiner Aufwand – grosse Wirkung: Dank des Ejektors ist der Stromverbrauch um ganze 15 Prozent gesunken. Das Pilotprojekt erhielt Unterstützung vom Bundesamt für Energie. Mittlerweile wir diese Technologie in vielen Migros Filialen angewendet.

Die Beleuchtung verursacht rund ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs einer Filiale. Dank der energieeffizienten LED-Beleuchtung kann der Stromverbrauch für die Beleuchtung halbiert werden. Bereits 2006 hat die Migros in Eschenbach (LU) den ersten Supermarkt in Europa eröffnet, der vollständig mit LED-Leuchten ausgestattet ist – von der Beleuchtung an den Decken bis zu denjenigen in den Kühlmöbeln. Seit 2013 ist LED in den Migros-Supermärkten für Neu- und Umbauten Standard, seit 2014 zudem in den Fachmärkten. Bis Ende 2015 werden bereits ein Viertel der Filialen komplett mit LED ausgeleuchtet. Neben der Energieeffizienz bietet LED auch einen Vorteil für die Beleuchtung von verderblichen Lebensmitteln: Da das Licht von LED-Leuchten keine ultravioletten (UV) Strahlen enthält und keine Wärme (Infrarot) überträgt, ist LED besonders geeignet für Waren, die kühl gelagert werden müssen oder Wärme schlecht ertragen wie beispielsweise Fisch, Fleisch, Gefrorenes im Verkaufsregal sowie Früchte und Gemüse.

 

Umweltfreundliche Kältemittel

In Kühlmöbeln werden Kältemittel eingesetzt. Synthetische Kältemittel wie beispielsweise FCKW tragen zum Abbau der Ozonschicht bei und haben einen beträchtlichen Einfluss auf den Treibhausgaseffekt. Deshalb setzt die Migros seit 2007 standardmässig natürliche Kältemittel wie Kohlendioxid (CO2) in ihren neuen Kühlanlagen ein. Kohlendioxid versursacht keine zusätzliche Klimabelastung. Solche natürlich in der Atmosphäre vorkommenden Kältemittel stammen aus Industrieprozessen und werden wiederverwendet als Kältemittel. Die Migros betreibt bereits über 25% der über 2'000 Filialanlagen mit dem natürlichen Kältemittel CO2 und verfolgt diesen Weg konsequent weiter.

Die britische Environmental Investigation Agency (EIA) prüft regelmässig die Umweltverträglichkeit der Kältetechnik im europäischen Detailhandel. Die Migros erhielt 2014 zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung Green Cooling Leader und gehört damit zu den Besten innerhalb der Branche.

 

Gastronomiebetriebe

Auch in den Gastronomiebetrieben der Migros wird Energieeffizienz gross geschrieben. Aufgrund leistungsstarker Geräte ist sie ein energieintensiver Bereich mit viel Einsparpotenzial beim Stromverbrauch. In der Gastronomie setzt die Migros vor allem auf drei Bereiche, um Strom zu sparen: Schulung der Mitarbeitenden (beispielsweise Vermeidung Standby-Modus), energieeffiziente Geräte und Infrastruktur (beispielsweise sparsame Beleuchtung und Kälteproduktion).

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