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Soja

Der zunehmende Anbau von Soja zieht ökologische und soziale Probleme nach sich. Die Migros setzt sich als Mitglied zweier Netzwerke national und international für eine nachhaltige Produktion von Soja ein.

Sojakerne rieseln von einer Hand in andere


Soja ist ein zentraler Rohstoff zur Herstellung von Futtermitteln für Nutztiere. Aufgrund des wachsenden Fleischkonsums hat sich die Soja-Produktion in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. 312 Millionen Tonnen Soja werden weltweit jedes Jahr produziert. Die grosse Nachfrage nach Soja zieht ökologische und soziale Probleme nach sich. Durch die Ausdehnung der Anbauflächen werden tropische Regenwälder und artenreiche Savannen zerstört.

Soja Netzwerk Schweiz

Um die mit dem Sojaanbau verbundenen Probleme zu bekämpfen, hat die Migros 2011 zusammen mit anderen Organisationen und Unternehmen ein Schweizer Netzwerk für nachhaltige Soja gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern vom «Soja Netzwerk Schweiz» gehören neben der Migros etwa der WWF, Futtermittelimporteure, der Bauernverband und die IP-Suisse. Im Mai 2016 haben die Mitglieder des Netzwerkes sich neu in einem Verein organisiert mit dem Ziel, den Anteil an nachhaltiger und gentech-freier Soja in der Nutztierfütterung in der Schweiz auf über 90 Prozent zu halten. Heute beträgt der Anteil rund 99 Prozent. Die Schweiz importiert für die Herstellung von Futtermitteln jährlich rund 250'000 Tonnen Sojaprodukte.

Internationaler Runder Tisch

Auf globaler Ebene engagiert sich die Migros seit 2010 als Mitglied der «Roundtable on Responsible Soy Association» (RTRS). Dieser internationale Zusammenschluss aus Verteilern, Produzenten und Umweltorganisationen fördert weltweit den nachhaltigen Anbau von Soja. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, jährlich neue Mitglieder zu gewinnen und so auch die Nachfrage nach nachhaltigem Soja zu steigern. In diesem Zusammenhang sind im Jahr 2017 0.9 Mio Tonnen mehr RTRS-zertifizierte Soja als im Vorjahr auf den Markt gelangt. 

Cerrado Manifesto – Engagement für die Erhaltung von wertvollen Lebensräumen

Als Cerrado bezeichnet man die Savannen Zentralbrasiliens. Es ist einer der weltweit wichtigsten Ökosysteme und trägt zum Erhalt der globalen Biodiversität bei. In den letzten Jahren hat die landwirtschaftliche Nutzung dieses Gebietes stark zugenommen, unter anderem auch durch den Anbau von Soja.

2017 hat eine grosse Anzahl Organisationen der brasilianischen Zivilgesellschaft das Cerrado-Manifest veröffentlicht. Das Manifest fordert die Privatwirtschaft auf, diesen einmaligen Lebensraum zu schützen. Zusammen mit anderen Unternehmen hat die Migros das Statement of Support (SoS) unterzeichnet und unterstützt so den Schutz und die nachhaltige Nutzung des Cerrado.

Europäische Soja

Bei der Tierfutterherstellung für die Geflügelmarke Optigal setzt das M-Industrieunternehmen Micarna seit 2015 ausschliesslich auf europäische Soja aus Norditalien (Donau-Soja). Auch die Beschaffung des Sojaschrots organisiert das Unternehmen selbst. Dadurch hat die Micarna volle Transparenz über die Herkunft der Soja, kennt deren Qualität und die Produktionsverfahren. Zudem verkürzen sich die Transportwege. 

2016 hat die Migros zudem damit begonnen, die sojafreie Fütterung bei sämtlichen Bio-Legehennen in der ganzen Schweiz einzuführen. Die Umstellung auf sojafreies Futter ist seit Ende 2017 abgeschlossen. Sonnenblumenkuchen, ein Nebenprodukt aus der Herstellung von Sonnenblumenöl, ersetzen Soja als Eiweisskomponente im Futter der Hennen. Auch bei der Fütterung von Rindern setzt die Migros auf Grasland basierte Programme wie Bio Weide-Beef und TerraSuisse-Wiesenmilch, welche ohne Soja auskommen.

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