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Textilien

Mit dem Eco-Standard garantiert die Migros eine umweltverträgliche Produktion und sichere Arbeitsbedingungen. Ausserdem baut die Migros den Anteil an nachhaltiger Baumwolle stark aus.

Baumwolle

Mit Eco hat die Migros bereits 1996 einen Standard entwickelt, der für eine umweltverträgliche Textil-Produktion sowie für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen steht. Diese Anforderungen gelten bereits heute für zwei Drittel aller Bekleidung in der Migros. Dies entspricht 9000 verschiedenen Textilprodukten. Bis Ende 2017 werden alle Textilien der Migros Eigenmarken nach den strengen Eco-Richtlinien produziert. Ende 2015 waren es bei Bekleidung bereits 71%.

Eco-Richtlinien

Die Eco-Richtlinien beinhalten drei Mehrwerte:

  • Ökologisch: Eco-zertifizierte Textilien bieten die Gewissheit, dass diese ökologisch einwandfrei und umweltverträglich hergestellt wurden. Umweltbelastende Chemikalien wie beispielsweise Chlorbleiche sind in der Herstellung nicht erlaubt. Wo Chemikalien zum Einsatz kommen, wird ihr Einfluss auf die Umwelt auf ein Minimum reduziert oder sofern vorhanden eine umweltfreundlichere Alternative gewählt. In Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten und unabhängigen Experten sucht die Migros auch stets nach Möglichkeiten, um den Standard weiter auszubauen und zu verbessern. Die Richtlinien für den Eco-Standard sind immer deutlich strenger als die gesetzlichen Vorgaben – auch jene in der Schweiz.
     
  • Sozialverträglich: Alle Lieferanten sind verpflichtet, die Anforderungen des BSCI-Verhaltenskodex (Business Social Compliance Initiative) einzuhalten. Produzenten in Risikoländern werden regelmässig auf die Einhaltung des BSCI-Verhaltenskodex überprüft. Dadurch werden grundlegende Arbeitsrechte, wie auch der Gesundheitsschutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleistet. Die Verbannung von kritischen Chemikalien in der Produktion durch den Standard ECO trägt zusätzlich zur Sicherheit der Arbeiterinnen und Arbeiter bei.
     
  • Rückverfolgbar: Bei jedem Arbeitsschritt – vom Spinnen, Weben, Stricken, Färben, Drucken bis hin zur Konfektion – werden alle verwendeten Chemikalien erfasst und auf ihre Unbedenklichkeit kontrolliert. Diese lückenlose Dokumentation erlaubt, dass sämtliche Eco-Textilien durch alle Arbeitsschritte bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgt werden können.
     

Baumwolle: Bio-Anbau

Kleider, Haustextilien, Watte – Baumwolle ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Die Baumwollproduktion beschäftigt rund 30 Millionen Menschen in über 60 Ländern. Allerdings ist beim konventionellen Anbau von Baumwolle sowohl der Wasserverbrauch als auch der Einsatz von Pestiziden enorm. Dies gefährdet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Menschen in den Anbaugebieten. Doch es geht auch anders. 

Beim Anbau von Migros-Bio Cotton wird natürlicher Dünger eingesetzt, Schädlinge werden mit natürlichen Methoden bekämpft. Dadurch bleibt die Natur intakt und die Böden langfristig fruchtbar. Die Bäuerinnen und Bauern sparen sich die Kosten für teure Pestizide und Dünger und schützen ihre Gesundheit. Die Felder werden in Fruchtfolgen und Mischkulturen bewirtschaftet, der Einsatz von Gentechnik ist verboten. 

Die Migros hat ihr Angebot an nachhaltiger Bio-Baumwolle deutlich ausgebaut. Per Ende 2015 beträgt der Umsatzanteil des Labels Migros-Bio Cotton am Textilsortiment der Eigenmarken 18.1%. Die Migros hat ihr Ziel einer Verdoppelung auf 13.2% somit erreicht. Die Kundinnen und Kunden sollen in den Filialen eine noch breitere Auswahl an Bekleidung und Haustextilien finden. In einigen Fällen tragen die Produkte neben dem Bio-Cotton- ebenfalls das Max-Havelaar-Label und garantieren somit auch faire Arbeitsbedingungen und die Bezahlung einer Fair-Trade-Prämie.

 

Better Cotton Initiative für Verbesserungen im herkömmlichen Baumwollanbau

Gemeinsam mit anderen Firmen und dem WWF gründete die Migros 2009 die «Better Cotton Initiative» (BCI). Diese Initiative will ergänzend zum Biolandbau auch den herkömmlichen Baumwollanbau langfristig optimieren: Ziel ist ein nachhaltigerer Anbau, der die Umwelt schont und den Bauern ein gesichertes Einkommen ermöglicht. Als Mitglied hat sich die Migros verpflichtet, die Abnahme von nachhaltiger Baumwolle zu forcieren und somit den Marktzugang für die Produzenten zu erleichtern.

 

Situation der Fabrikgebäude in Bangladesch

Der Einsturz des Rana Plaza in Bangladesch mit über 1000 Todesopfern im April 2013 hat die Migros sehr betroffen gemacht. Unmittelbar danach hat die Migros die Schulungen der Lieferanten, insbesondere im Bereich Feuersicherheit verstärkt. Zudem wurden Audits im Bereich der Gebäudesicherheit durchgeführt, bei denen die Bausubstanz und Statik der Gebäude geprüft wurde. Migros Spezialisten besuchten die Fabriken im Rahmen dieser Abklärung mehrmals, so im April 2013 und im März 2014. Gemeinsam mit den Lieferanten sind Massnahmen zur Verbesserung definiert worden. Seit dem werden die Fabriken weiterhin geprüft und bei der Umsetzung von Verbesserungsmassnahmen durch Bauingenieure betreut. Die Migros realisiert weniger als zwei Prozent ihres Textilumsatzes in Bangladesch. 98 Prozent der Beschaffung läuft über andere Länder, mit Abstand die wichtigsten Märkte sind Indien und China.

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