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Textilien

Mit dem Eco-Standard garantiert die Migros eine umweltverträgliche Produktion und sichere Arbeitsbedingungen. Ausserdem baut sie den Anteil an nachhaltiger Baumwolle stark aus.

Baumwolle

Mit Eco hat die Migros bereits 1996 einen Standard entwickelt, der für eine umweltverträgliche Textil-Produktion sowie für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen steht. Diese Anforderungen gelten Ende 2017 für 79% aller Bekleidungsartikel in der Migros.

Seit 2018 arbeitet die Migros zur Ergänzung des Eco-Standards mit folgenden bekannten internationalen Textillabels zusammen:

Diese Labels stehen wie Eco für eine umweltverträgliche und sozial verantwortliche Herstellung von Textilien.

Eco-Richtlinien

Die Eco-Richtlinien beinhalten drei Mehrwerte:

  • Ökologisch: Eco-zertifizierte Textilien bieten die Gewissheit, dass diese ökologisch einwandfrei und umweltverträglich hergestellt wurden. Umweltbelastende Chemikalien wie beispielsweise Chlorbleiche sind in der Herstellung nicht erlaubt. Wo Chemikalien zum Einsatz kommen, wird ihr Einfluss auf die Umwelt auf ein Minimum reduziert oder sofern vorhanden eine umweltfreundlichere Alternative gewählt. In Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten und unabhängigen Experten sucht die Migros auch stets nach Möglichkeiten, um den Standard weiter auszubauen und zu verbessern. Die Richtlinien für den Eco-Standard sind immer deutlich strenger als die gesetzlichen Vorgaben – auch jene in der Schweiz.
     
  • Sozialverträglich: Alle Lieferanten sind verpflichtet, die Anforderungen des Amfori BSCI-Verhaltenskodex einzuhalten. Produzenten in Risikoländern werden regelmässig auf die Einhaltung des Amfori BSCI-Verhaltenskodex überprüft. Dadurch werden grundlegende Arbeitsrechte, wie auch der Gesundheitsschutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleistet. Die Verbannung von kritischen Chemikalien in der Produktion durch den Standard Eco trägt zusätzlich zur Sicherheit der Arbeiterinnen und Arbeiter bei.
     
  • Rückverfolgbar: Bei jedem Arbeitsschritt – vom Spinnen, Weben, Stricken, Färben, Drucken bis hin zur Konfektion – werden alle verwendeten Chemikalien erfasst und auf ihre Unbedenklichkeit kontrolliert. Diese lückenlose Dokumentation erlaubt, dass sämtliche Eco-Textilien durch alle Arbeitsschritte bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgt werden können.

Baumwolle: Bio-Anbau

Kleider, Haustextilien, Watte – Baumwolle ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Die Baumwollproduktion beschäftigt rund 30 Millionen Menschen in über 60 Ländern. Allerdings ist beim konventionellen Anbau von Baumwolle sowohl der Wasserverbrauch als auch der Einsatz von Pestiziden enorm. Dies gefährdet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Menschen in den Anbaugebieten. Doch es geht auch anders. 

Beim Anbau von Migros-Bio Cotton wird natürlicher Dünger eingesetzt, Schädlinge werden mit natürlichen Methoden bekämpft. Dadurch bleibt die Natur intakt und die Böden langfristig fruchtbar. Die Bäuerinnen und Bauern sparen sich die Kosten für teure Pestizide und Dünger und schützen ihre Gesundheit. Die Felder werden in Fruchtfolgen und Mischkulturen bewirtschaftet, der Einsatz von Gentechnik ist verboten. 

Die Migros hat ihr Angebot an nachhaltiger Bio-Baumwolle seit 2012 deutlich ausgebaut. Per Ende 2017 beträgt der Umsatzanteil des Labels Migros-Bio Cotton am Textilsortiment der Eigenmarken 21.7%. Die Kundinnen und Kunden sollen in den Filialen eine noch breitere Auswahl an Bekleidung und Haustextilien finden.

Situation der Fabrikgebäude in Bangladesch

Die Migros bezieht grundsätzlich nur sehr wenig Produkte aus Bangladesch. Sie realisiert weniger als zwei Prozent ihres Textilumsatzes in Bangladesch (wovon der grösste Anteil Markenprodukte sind). Die wenigen Fabriken, welche Eigenmarken für die Migros in Bangladesch produzieren, werden bezüglich der Einhaltung von Sozialstandards regelmässig kontrolliert (mehr Infos dazu finden Sie hier).

Der Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes in Bangladesch im April 2013 hat die Migros sehr betroffen gemacht. Keiner der damaligen Migros-Lieferanten produzierte dort. Die Katastrophe zeigte der Migros aber auf, dass in Bangladesch die Überprüfung der Sozialstandards nicht ausreicht – die Sicherheit der Gebäude muss ebenfalls kontrolliert werden. Seither werden die betroffenen Fabriken regelmässig von ausgebildeten Bauingenieuren auf Bausubstanz und Statik kontrolliert. Zudem machen sich Migros-Spezialisten regelmässig ein eigenes Bild vor Ort. Gemeinsam mit den Lieferanten werden Massnahmen zur Verbesserung definiert.

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