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Höhere Tierwohl-Standards bei Labels

Im internationalen Vergleich ist der Tierschutz in der Schweiz auf sehr hohem Niveau. Die gesetzlichen Bestimmungen sind sehr streng und die Migros geht bei einem Grossteil der tierischen Produkte noch weiter und fördert mit ihren Labels und Marken gezielt Mehrwerte im Bereich Tierwohl. Dazu gehören beispielsweise TerraSuisse, Migros-Bio oder (Bio-) Weide-Beef.

Bio Kühe auf täglichen Weidegang

Übersicht der Richtlinien als PDF:

TerraSuisse

Zusammen mit IP-Suisse (Vereinigung der integriert produzierenden Bäuerinnen und Bauern) und der Schweizerischen Vogelwarte Sempach entwickelte die Migros 2008 das Label TerraSuisse. Im Zentrum steht dabei die tierfreundliche Haltung sowie der umweltschonende, naturnahe Anbau. Im Sortiment der Migros sind 100% des inländischen Lammfleisches TerraSuisse-zertifiziert. Beim inländischen Kalbfleisch sind es 73%, beim Schweinefleisch 47% und beim Rindfleisch 26%. Mehrwerte hinsichtlich Tierwohl sind bei TerraSuisse:

  • Für alle Tiergattungen gilt: Tierfreundliche Haltung und regelmässiger Auslauf ins Freie (RAUS). Verletzungen, Krankheiten und atypisches Verhalten der Tiere wird so vermindert.
  • Kälber leben in Gruppenhaltung auf Stroh und werden mit Vollmilch und Heu gefüttert. Dadurch werden die Tiere mit Eisen versorgt und ihr Immunsystem gestärkt.
  • Bei Transport und Schlachtung kontrolliert der Schweizer Tierschutz (STS) regelmässig die Einhaltung der Vorgaben und den Umgang mit den Tieren und die Betäubungssicherheit.

TerraSuisse Wiesenmilch

Ziel von TerraSuisse Wiesenmilch ist eine standortgerechte und ressourceneffiziente Milchproduktion basierend auf Wiesenfutter. Die Tiere werden vorwiegend mit Wiesenfutter vom eigenen Hof gefüttert und der Einsatz von Kraftfutter ist limitiert. Zudem wird auf Soja als Ergänzungsfutter verzichtet. Bereits heute führen die Genossenschaften Aare und Luzern TerraSuisse Wiesenmilch im Sortiment.

​Richtlinien TerraSuisse Wiesenmilch

Migros-Bio

Sämtliche Bio-Produkte aus der Schweiz stammen von Landwirtschafts-betrieben, die nach den strengen Vorgaben der Bio Suisse mit der Knospe zertifiziert sind. Die Anforderungen an das Tierwohl sind streng. Die Tiere leben in tierfreundlicher Haltung mit regelmässigem Auslauf ins Freie (RAUS). Bei den meisten Tiergattungen, zum Beispiel bei Kühen oder Legehennen, besteht zudem eine Weidepflicht. 

  • Über 10% der in der Migros verkauften Frischeier stammen aus Bio-Produktion. Als Beispiel werden nachfolgend die Richtlinien für Bio Eier erläutert.
  • besonders tierfreundliches Stallhaltungssystem (BTS) inkl. Sandbad und mit einem grösseren Bereich zum Scharren
  • maximal fünf Hühner pro Quadratmeter im Stall
  • maximale Herdengrösse von 500 Tieren, maximale Stallgrösse 2‘000 Tiere
  • täglicher Auslauf ins Freie (RAUS), die Weide hat zudem Schutz- und Schattenplätz
  • bei schlechtem Wetter können die Hennen den ganzen Tag in einen bedeckten Wintergarten
  • bei der Pflege von kranken Tieren wird primär Komplementärmedizin eingesetzt

Weide-Beef und Bio-Weide-Beef

Unter den Labels Weide-Beef und Bio-Weide-Beef führt die Migros seit 2010 Schweizer Rindfleisch aus graslandbasierter Produktion. Die Tiere werden in dieser naturnahen Produktion in Freilaufstallungen gehalten und haben das ganze Jahr über Auslaufmöglichkeiten. Während der Vegetationszeit sind sie täglich während acht Stunden auf der Weide. Das Futter besteht im Sommer aus Weidegras und im Winter mehrheitlich aus Raufutter wie Heu. Auf Soja als Ergänzungsfutter wird gänzlich verzichtet. Diese Art von Produktion steht somit nicht in direkter Konkurrenz zur menschlichen Ernährung. Bio Weide-Beef wurde vom WWF im Labelvergleich als sehr empfehlenswert beurteilt. Bisher bieten die Migros-Filialen der Genossenschaften Ostschweiz, Zürich und Aare Bio Weide-Beef und die Migros Basel und Luzern Weide-Beef an. Eine Ausweitung des Sortiments auf weitere Regionen ist in Planung.

Richtlinien Weide-Beef

Optigal

Bei der Marke Optigal koordiniert das M-Industrieunternehmen Micarna die gesamte Wertschöpfungskette – von der Haltung der Elterntiere, über das Ausbrüten in einer eigenen Brüterei, der Mast der Küken bis hin zur Schlachtung der Tiere und der Vermarktung des Geflügelfleisches. In der Migros stammt etwa 90% des inländischen Poulets aus Optigalproduktion. Die Hühner werden nach dem Konzept besonders tierfreundliche Stallhaltung (BTS) auf Schweizer Landwirtschaftsbetrieben gehalten:

  • Die Ställe verfügen über erhöhte Sitzflächen und Zugang zu einem Aussenklimabereich (Wintergarten).
  • Grosszügig angelegte Fensterflächen sorgen für ausreichend Tageslicht und schaffen einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus.
  • Genügend Scharr- und Ruheraum mit erhöhten Sitzgelegenheiten sind vorhanden
  • Das Stallklima (Luftfeuchtigkeit und Temperatur) wird optimal gesteuert.

 

Alplamm

Die Migros, die Micarna-Gruppe, die IP-Suisse und der Schweizer Schafzuchtverband führen im Rahmen einer Kooperation gemeinsam das Label «Alplamm». Die Migros engagiert sich damit für die Produktion von nachhaltigem Lammfleisch im Schweizer Alpengebiet. Alplämmer können sich auf ihren Alpwiesen frei bewegen und fressen frisches Gras und aromatische Kräuter. Zudem sind die Transportdistanzen sehr kurz. Die Haltung von Lämmern auf der Alp trägt dazu bei, die sensible alpine Vegetation zu pflegen und fragile Strukturen in Berggebieten zu erhalten.

Vater mit Kind auf den Schultern

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