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Verantwortungsvolle Produktion

Die Migros setzt sich für eine nachhaltige Herstellung ihrer Produkte ein. Um ihre Ziele zu erreichen, arbeitet sie mit diversen anerkannten Organisationen zusammen, die sich für sozial und ökologisch einwandfreie Produktionsweisen stark machen.

Frau schüttelt einem Mann die Hand

Better Cotton Initiative (BCI)

BCI: Der Verein möchte ergänzend zum Biolandbau auch den herkömmlichen Baumwollanbau langfristig optimieren: Ziel ist ein nachhaltiger Anbau, der die Umwelt schont und den Bauern ein gesichertes Einkommen ermöglicht. Als Mitglied hat sich die Migros verpflichtet, die Abnahme von nachhaltiger Baumwolle zu forcieren und somit den Marktzugang für die Produzenten zu erleichtern.

Amfori (ehemals BSCI)

Amfori wurde 2003 unter dem Namen Business Social Compliance Initiative (BSCI) gegründet, um die sozialen Bedingungen entlang der gesamten Lieferkette zu verbessern. Sie hat dazu einen weltweit gültigen Verhaltenskodex erstellt. Als Gründungsmitglied verlangt Migros von all ihren Lieferanten, diese sozialen Mindestanforderungen einzuhalten und unterstützt sie bei der Umsetzung des Kodex. Amfori ist in den letzten Jahren zum weltgrössten Sozialstandard geworden. Die Migros ist Mitglied der nationalen Kontaktgruppe von Amfori in der Schweiz. Auf internationaler Ebene engagiert sich die Migros aktiv in vier thematischen Arbeitsgruppen der Organisation.

Leiter Kontaktgruppe Schweiz: Jürg von Niederhäusern, Leiter Sozialstandards, Migros-Genossenschafts-Bund

Eidgenössische Kommission für Konsumentenfragen (EKK)

Die Eidgenössische Kommission für Konsumentenfragen (EKK) ist beratendes Organ des Bundesrates sowie der Departemente in Fragen der Konsumpolitik. Die EKK setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Konsumenten, der Wirtschaft und der Wissenschaft. Die Migros ist in der Kommission vertreten.

CADS – Cooperation at DSI (Deutsches Schuhinstitut)

CADS – Cooperation at DSI (Deutsches Schuhinstitut) – beschäftigt sich mit dem Thema Schadstoffe in Schuhen und setzt sich zusammen mit seinen Mitgliedern für die Vermeidung von riskanten Stoffen ein. Die Vereinigung unterstützt die Herstellung und Vermarktung schadstofffreier Schuhe und Schuhmaterialien sowie einer umweltverträglichen Produktion.

Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)

Mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) pflegt die Migros eine langjährige Partnerschaft. Das FiBL setzt verschiedene Projekte um, beispielsweise ein Projekt für die Verbesserung der Gesundheit von Jungtieren, aber auch Forschung im Bereich Fischwohl und der natürlichen Bekämpfung des Rapsglanzkäfers. Die Projekte werde von der Migros finanziell unterstützt.

Ginetex

Die Migros ist Mitglied im Vorstand von Ginetex Switzerland, der schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Textilkennzeichnung, die für die Pflege- und Rohstoffkennzeichnung zuständig ist. Jedes Jahr nimmt Migros an mehreren Vorstandssitzungen und Generalversammlungen teil.

Mitglied im Vorstand: Sandro Glanzmann, Teamleiter Ökologie Non Food, Migros-Genossenschafts-Bund

GlobalGAP / SwissGAP / GlobalGAP GRASP

GlobalGAP (Gute Agrarpraxis) ist ein international anerkannter Standard für landwirtschaftliche Produktion. Er beinhaltet Anforderungen hinsichtlich Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz, Arbeitssicherheit und -gesundheit sowie Tierwohl. Von ihren Zulieferern von Früchten, Gemüse, Blumen und Pflanzen verlangt die Migros seit 1999 die Einhaltung des GlobalGAP bzw. in der Schweiz des SwissGAP. Auf internationaler Ebene engagiert sich die Migros in den Arbeitsgruppen Wassermanagement und GRASP (Risk Assessment on Social Practices).

Mitglied im GlobalGAP GRASP Technical Committee: André Radlinsky, Specialist Standards & Social Compliance, Migros-Genossenschafts-Bund

Global Food Safety Initiative (GFSI)

Die Migros ist Gründungsmitglied der Global Food Safety Initiative (GFSI). Die GFSI hat zum Ziel, die Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in den Wertschöpfungsketten, die bestehende Systeme und Standards zu harmonisieren und vergleichbar zu machen und damit die Kontrollen zu reduzieren. In der Migros sind die meisten in- und ausländischen Lieferanten von verarbeiteten Lebensmitteln sowie die eigenen Industriebetriebe nach einem von GFSI anerkannten Standard zertifiziert. Seit 2015 gibt es die GFSI Local Group Europe und in diesem Kontext neue Arbeitsgruppen.

Interessengemeinschaft Agrarstandort Schweiz (IGAS)

Die Interessengemeinschaft Agrarstandort Schweiz (IGAS) wurde 2008 gegründet. Sie ist eine Plattform von Bauern, Konsumentenorganisationen, Detailhändlern und Nahrungsmittelherstellern. Die IGAS engagiert sich für eine nachhaltig produzierende Landwirtschaft und setzt sich mit diversen Öffnungsszenarien der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft auseinander. Sie nimmt sich aber auch innenpolitischen Themen an, wenn diese im Hinblick auf die mögliche Öffnung für die Wertschöpfungskette relevant sind.

Mitglied im Vorstand: Martin Schläpfer, Leiter Direktion Wirtschaftspolitik, Migros-Genossenschafts-Bund

Interessengemeinschaft Bio Weide-Beef

Die Interessengemeinschaft Bio Weide-Beef wurde im Jahr 2000 gegründet. Sie ist eine Interessengemeinschaft von Bio Bauern, welche zum Ziel hat, die Erzeugung, den Handel sowie den Verkauf von Bio Weide-Beef zu fördern. Migros ist Vorstandsmitglied.

Mitglied im Vorstand: Andreas Schmidli, Fachspezialist Nachhaltigkeit Tierwohl, Migros-Genossenschafts-Bund

IG Schweizer Bergprodukte

Die Interessengemeinschaft (IG) Schweizer Bergprodukte wurde 2004 auf Initiative von Migros gegründet. Sie arbeitet in enger Kooperation mit Vertretern aus dem Berggebiet. Ihr Ziel ist es, den Absatz der Schweizer Bergprodukte langfristig zu fördern. Zusammen mit der IG Schweizer Bergprodukte vergibt Migros jährlich einen Preis für innovative Berglandwirtschaft.

International Pole and Line Foundation (IPNLF)

Migros ist seit 2012 Mitglied der International Pole and Line Foundation (IPNLF). Diese fördert die Angelruten-Fischerei, eine traditionelle Fischfangmethode. Diese Methode vermeidet ungewollten Beifang, generiert für die Fischer gute Einkommen und schafft Arbeitsplätze. Als erste Händlerin weltweit führte Migros 2013 rosa Dosen-Thunfisch ein, der auf den Malediven von einheimischen Fischern mit der Angelrute gefangen wird und MSC-zertifiziert ist. Jede zweite, in der Schweiz konsumierte Thunfisch-Dose stammt von Migros. Bis Ende 2013 wurde das gesamte Eigenmarkensortiment des rosa Dosen-Thunfisches auf «Pole&Line» und teilweise sogar auf MSC umgestellt. Weiterhin findet eine regelmässige Zusammenarbeit zwischen der Migros und IPNLF statt.

IP-Suisse

IP-Suisse steht für die Vereinigung der integriert produzierenden Bäuerinnen und Bauern der Schweiz. Migros kooperiert mit der IP-Suisse im Rahmen ihres Labels «TerraSuisse». Die Landwirte erbringen Mehrleistungen im Bereich des Tierwohls und der Artenvielfalt. Im Gegenzug stellt Migros den IP-Bauern einen Teil ihres Erlöses für Naturmassnahmen zur Verfügung. Neben der regelmässigen Zusammenarbeit haben Migros und die IP-Suisse-Produzenten verbindliche Verträge bis 2023 vereinbart.

Qualitätsstrategie der Schweizerischen Land- und Ernährungswirtschaft

Vertreter aus der Land- und Ernährungswirtschaft engagieren sich in einer Kerngruppe der Qualitätsstrategie der Schweizerischen Land- und Ernährungswirtschaft für Aktionen und Projekte innerhalb der Wertschöpfungskette. Die Mitglieder bekennen sich zur Produktion von nachhaltigen, tiergerechten und qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln. Aktuell befasst sich die Qualitätsstrategie mit der nachhaltigen Beschaffung von Eiweissfuttermitteln. Die Migros ist seit 2012 in der Kerngruppe der Qualitätsstrategie vertreten und hat die Qualitätscharta unterzeichnet.

Roundtable on Responsible Soy (RTRS)

Auf internationaler Ebene engagiert sich Migros seit 2010 im Round Table on Responsible Soy Association (RTRS). Der internationale Zusammenschluss aus Verteilern, Produzenten und Umweltorganisationen setzt sich weltweit für die nachhaltige Produktion von Soja ein. Jährlich finden vier Treffen mit der Retailers’ Soy Group statt. 

Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO)

Der formell 2004 als Verein gegründete Round Table on Sustainable Palm Oil (RSPO) setzt sich für eine nachhaltige Produktion von Palmöl ein. Migros und der WWF gehören zu den Gründungsmitgliedern von RSPO. Seit 2016 hat die M-Industrie auf physisch rückverfolgbares, nachhaltiges Palmöl aus RSPO zertifizierten Plantagen umgestellt. Die RSPO-Richtlinien werden laufend überarbeitet und verschärft. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt von RSPO ist die Förderung des Absatzes von RSPO-zertifizierten Palmöl in Europa.

Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao

Die Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao setzt sich für mehr Nachhaltigkeit in der Produktions- und Wertschöpfungskette von Kakao ein, um die Lebensbedingungen von Kakaoproduzenten und deren Familien zu verbessern. Erstes Etappenziel des Bündnisses: Bis 2025 sollen 80% der in die Schweiz importierten kakaohaltigen Produkte aus nachhaltiger Produktion stammen. Die Migros gehört zu den Gründungsmitgliedern der Plattform. 

Mitglied im Vorstand: Franziska Staubli, Fachspezialistin Nachhaltigkeit, Migros-Genossenschafts-Bund

Schweizer Tierschutz (STS)

Der Schweizer Tierschutz (STS) ist der Dachverband der regionalen Tierschutzvereine in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Er sensibilisiert Tierhalter und Konsumenten durch breit abgestützte Informationskampagnen, Fortbildungsveranstaltungen und die Bereitstellung von Infomaterial für einen ganzheitlichen Tierschutz. Der STS kontrolliert die Schlachttiertransporte bei den Migros-Labels «TerraSuisse», «Weide-Beef» und «Bio Weide-Beef». Weiterhin findet ein regelmässiger Austausch zur Begutachtung und Kontrolle im Rahmen des Tierwohlversprechens bis 2020 statt.

Schweizerische Vogelwarte Sempach

Die Schweizerische Vogelwarte Sempach ist eine gemeinnützige Stiftung. Sie ist das landesweite Zentrum für Vogelkunde und Vogelschutz sowie Auskunfts- und Beratungsstelle für Öffentlichkeit, Medien und Behörden. Migros kooperiert einerseits im Rahmen ihres Labels «TerraSuisse» mit der Vogelwarte Sempach. Die Experten der Vogelwarte haben mitgeholfen, ein Richtlinienwerk für die Artenvielfalt in der Schweiz zu verfassen. Andererseits berät die Vogelwarte die Migros und IP-Suisse bei der Entwicklung und Umsetzung des Labels im Bereich Biodiversität und ist auch für dessen Wirkungskontrolle zuständig.

Soja Netzwerk Schweiz

Migros gehört neben dem WWF Schweiz, Futtermittelimporteuren, dem Schweizer Bauernverband und der IP-Suisse zu den Gründungsmitgliedern des Soja Netzwerk Schweiz (2010). Im Mai 2016 haben die Mitglieder des Netzwerkes sich neu in einem Verein organisiert mit dem Ziel, den Anteil an nachhaltigem und gentech-freiem Soja in der Nutztierfütterung in der Schweiz auf über 90 Prozent zu halten.

Vorsitz: Bernhard Kammer, Leiter Bereich Umwelt & Tierwohl, Migros-Genossenschafts-Bund

Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI Platform)

Die Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI Platform) ist die grösste globale Initiative der Lebensmittelindustrie und des Detailhandels für die nachhaltige Produktion und Beschaffung landwirtschaftlicher Rohstoffe. Die SAI Platform wurde 2002 von Nestlé, Unilever und Danone ins Leben gerufen und umfasst heute über 70 Mitglieder. Die Migros ist seit 2015 Mitglied.

WWF Global Forest & Trade Network (GFTN)

Das WWF Global Forest & Trade Network (GFTN) ist die Nachfolgeorganisation der WWF Wood Group. Es ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die sich für einen gewissenhaften Umgang mit Holz, für die Sicherung der Artenvielfalt in den Wäldern und für den Stopp von Raubbau einsetzen. Die Migros war im Jahr 1998 Gründungsmitglied des GFTN.

WWF Seafood Group

Die Migros ist seit 2008 Mitglied dieser WWF-Gruppe, die sich eine nachhaltige Fischerei zum Ziel gesetzt hat. Die Mitglieder verpflichten sich, gefährdete Fischarten aus dem Sortiment zu nehmen und das Label MSC (Marine Stewardship Council) zu fördern. Seit Herbst 2016 hat die Migros ihr gesamtes Fisch- und Meeresfrüchte-Sortiment auf nachhaltige Quellen umgestellt.

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