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WENN GENUSS DURCHDACHT SEIN MUSS

Wie gestaltet sich der Alltag mit einer Lebensmittelunverträglichkeit? Zwei Betroffene erzählen von ihren Erfahrungen mit Zöliakie beziehungsweise Laktoseintoleranz und geben im Steckbrief ihre Ernährungstipps weiter.

Die zentrale Herausforderung einer Lebensmittelallergie oder -intoleranz besteht darin, sich nicht einschränken zu lassen. Mit einem aha!-Sortiment, das stetig weiter ausgebaut wird, setzt die Migros alles daran, Sicherheit beim Kochen und Geniessen zu garantieren. Denn egal ob Laktoseintoleranz, Zöliakie oder Lebensmittelallergie, immer geht es am Ende um Alternativen, die 100% sicher sind.

Zöliakie: Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung

Schätzungsweise jede hundertste Person in der Schweiz verträgt kein Gluten: das Klebereiweiss, das in verschiedensten Getreidesorten enthalten ist. Oft dauert es aber länger, bis eine Zöliakie diagnostiziert wird. «Vor etwa vier Jahren habe ich geahnt, dass etwas nicht stimmt. Ich war oft müde und hatte Bauchschmerzen, bis zur ärztlichen Diagnose vergingen aber fast drei Jahre», erzählt Silvan H. Der 20-Jährige führte seine Beschwerden erst auf die allgemeinen Veränderungen zurück, da er zu jener Zeit gerade seine Lehre begann. «Im Nachhinein ist mir klar geworden: Statt nach der Ursache zu suchen, hatte ich früher immer wieder Ausreden gefunden.» Was es bedeutet, plötzlich auf jegliche Produkte und Rezepte mit Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel zu verzichten, konnte sich der Rapperswiler anfangs schlecht vorstellen. «Zu Beginn nahm ich Zöliakie auf die leichte Schulter, ignorierte sie manchmal sogar und ass trotzdem eine Pizza oder einen Döner. Inzwischen habe ich gelernt, verantwortungsbewusst damit umzugehen und konsequent auf glutenhaltige Produkte zu verzichten: Ich gönne mir keine ‚Cheat Days’ mehr, auch wenn es verlockend ist!» Seine Erfahrungen teilt Silvan auf seinem Blog glutenfreiewelt.ch, wo er Tipps und Tricks rund um die glutenfreie Ernährung sammelt.

Zöliakie-Steckbrief

Name: Silvan H.
Alter: 20

Lieblingsgericht:
Ich liebe die Abwechslung!
Neu entdeckte Produkte durch die Intoleranz:
Süsskartoffeln
Dieses Produkt vermisse ich am meisten:
Döner, denn eine gute Alternative gibt es nicht
Hilfreiche App:
Glutenfree Roads
Wunschprodukt:
Noch mehr Snacks für Unterwegs
Tipp für andere Betroffene:
Verliere nicht den Mut. Du kannst genauso geniessen wie vorher!

Laktoseintoleranz: Wenn Milchzucker nicht vertragen wird

«Kleine Mengen Milchprodukte ab und zu vertrage ich, sündige ich aber öfter, bringt die Laktose das Fass zum Überlaufen und ich habe Beschwerden.» Anouk S. hat eine bestätigte Laktoseintoleranz – und ist damit nicht allein: rund 20% der Schweizer vertragen laut Schätzungen von aha! Allergiezentrum Schweiz keinen Milchzucker. Bauchweh, Bauchkrämpfe, Blähungen und ein ständiges Unwohlsein in der Bauchgegend bewogen die Bernerin vor rund vier Jahren dazu, beim Arzt einen Laktosetest zu machen. Inzwischen weiss sie, wie sie sich ihren Alltag mit alternativen Produkten genüsslich einrichten kann. «Bei Einladungen zum Abendessen liegen für mich die grössten Schwierigkeiten. Meine engsten Freunde wissen mittlerweile, was ich essen kann. Wollen sie was Neues ausprobieren, schicken sie mir das Rezept vorher zu – und ich prüfe kurz, ob ich die Zutaten vertrage und schlage allenfalls Alternativen vor.» Allgemein beginnen die Schwierigkeiten überall, wo sie nicht selber in der Küche steht. «Wenn ich auswärts ein veganes Gericht bestellen kann, ist das schon mal gut. Um sicher zu gehen, nehme ich oft etwas von zuhause mit. Denn im Schweizer Detailhandel weiss ich mittlerweile, welche Produkte ich gut vertrage.»

Laktoseintoleranz-Steckbrief

Name: Anouk S.
Alter: 24

Lieblingsgericht:
Gemüsewok mit Tofu
Neu entdeckte Produkte durch die Intoleranz:
Mandelmus
Hilfreiche App:
Happy Cow
Wunschprodukt:
Süsses, das laktosefrei und ohne Fruktose ist
Tipp für andere Betroffene:
Ich empfehle viel auszuprobieren, zu protokollieren und daraus zu lernen. Und: Man sollte offen für Neues sein!

Wir versprechen, unser Sortiment für Allergiker bis Ende 2016 um 30% zu vergrössern.

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