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Bei diesen Bananen ist nichts krumm

Das Modellprojekt in Zusammenarbeit mit dem WWF setzt neue Standards in der Migros und zeigt eindrücklich, wie auch herkömmlicher Bananenanbau in allen Dimensionen verantwortungsvoll sein kann.

Vom Exoten zur Nummer eins

Im Jahr 1931 gehörte die Banane zu den ersten exotischen Artikeln der Migros. Inzwischen ist sie Verkaufsschlager und ausnahmslos die Nummer 1 in der Migros. Mit der anhaltenden Nachfrage stellen sich aber auch dringliche Fragen zur Nachhaltigkeit der Südfrucht. Die Umweltstandards im Herkunftsland stehen dabei genauso im Fokus wie die Arbeitsbedingungen auf den Plantagen und die Energiebilanz beim Transport in die Schweiz.

Trotz steigender Beliebtheit der Bio-Bananen ist der Verkaufsanteil von Bananen aus herkömmlichem Anbau nach wie vor gross. Die Migros hat genau an diesem Punkt gemeinsam mit dem WWF angesetzt, um auch im Standardsortiment der Migros auf einem neuen Level umwelt- und sozialverträglicher anzubauen.

halbe Banane halbe Banane
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Anteil herkömmlich angebaute Bananen: 70%

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Anteil Bio-Bananen: 30%

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit WWF

Zwischen der Migros und dem WWF besteht seit 2009 eine strategische Partnerschaft: Gemeinsam engagieren wir uns in verschiedenen Bereichen für eine lebenswerte Umwelt. Ein Resultat dieser Kooperation ist die Banane aus dem WWF Modellprojekt im Migros-Sortiment, die seit Oktober 2016 in allen Migros Genossenschaftsregionen verkauft wird.

Bananen in der Migros

Im herkömmlichen Bananenanbau ist das WWF Modellprojekt bezüglich Umfang und Intensität einzigartig. Die neu eingeführten Bananen wachsen auf Farmen, die «Rainforest Alliance»-zertifiziert sind und damit den ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Anforderungen des SAN-Standards für eine nachhaltige Landwirtschaft entsprechen. Mit der Bestrebung, einen nachhaltigen Wandel in der landwirtschaftlichen Praxis und der lokalen Politik zu erreichen, setzen die Vertragsfarmen zusätzlich 300 Massnahmen in den Bereichen Ökologie und Soziales um. Experten des WWF begleiten die Verbesserungen auf den Farmen und stehen den Bananen-Bauern mit intensiver Beratung zur Seite.

Verantwortungsvoll in allen Dimensionen

Voraussetzungen

Voraussetzungen

Jede neue Projektfarm muss strenge Voraussetzungen erfüllen, um Teil des WWF Modellprojekts zu werden bzw. zu sein.

Bereits vor Projektstart werden die Partnerfarmen in Kolumbien und Ecuador gemeinsam mit Experten vom WWF gründlich geprüft. Neben einer nötigen Zertifizierung der «Rainforest Alliance» darf die Plantage seit 2004 keine Waldrodungen vorgenommen haben.

Beratung & Monitoring

Beratung & Monitoring

Individuelle Beratung und regelmässiges Monitoring sichern die Qualität und garantieren Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Die Bananen-Bauern werden mit einem dreistufigen Mentoring-System unterstützt. Jeder Plantagebetreiber erhält 1.) einen persönlichen Berater, der als Vermittler ein Vertrauensverhältnis aufbaut, die nächsten Schritte festlegt und Unsicherheiten klärt. Grundgedanke dabei ist, die Bauern von den Massnahmen zu überzeugen und ein Umdenken herbeizuführen. Die Fortschritte werden 2.) bei Einzelmonitorings gemessen und 3.) bei unangekündigten Audits überprüft.

Anbau & Umweltschutz

Anbau & Umweltschutz

Über 300 Einzelmassnahmen sichern höhere Umweltstandards und bessere Arbeitsbedingungen.

Der WWF hat für das Projekt 120 soziale und ökologische Kriterien definiert, die zusätzlich zur erforderlichen «Rainforest Alliance»-Zertifizierung gelten. Die bis zu 300 Einzelmassnahmen werden individuell pro Farm festgelegt und mit Unterstützung des WWF umgesetzt. Nicht nur beim Umweltschutz und bei Förderung der Biodiversität gehen die Massnahmen deutlich weiter als bei bisherigen Standards im Breitensortiment. Auch durch verantwortungsvolle Arbeitsbedingungen und ein nachhaltiges Energie- sowie Wassermanagement auf der Plantage sticht die Banane aus dem WWF-Modellprojekt heraus.

Transport

Transport

Innovation mit Tradition: Die Migros transportiert Bananen in wiederverwendbaren, CO2 sparenden Mehrweggebinden.

Als einzige Detailhändlerin weltweit setzt Migros beim Transport von Bananen seit über zehn Jahren auf zerlegbare Mehrweggebinde und schont durch den Transportkreislauf natürliche Ressourcen: Im Gegensatz zu den herkömmlichen Bananenschachteln können die Kunststoffgebinde mehrmals benutzt werden, was jährlich über eine Million Bananenkartons einspart. Diese jährliche Einsparung an CO2-Emissionen entspricht rund 400 Hin- und Rückflügen von Zürich nach Neuseeland. Übrigens: Die Bananen aus dem Modellprojekt werden per Schiff und nicht per Flugzeug transportiert.

Rückverfolgbarkeit

Rückverfolgbarkeit

Dank eines Codes auf der Banane aus dem WWF Modellprojekt können die Kunden rückverfolgen, von welcher Plantage die gekaufte Frucht stammt.

Wer den Codes auf migros.ch/banane eingibt, erfährt Wissenswertes zur entsprechenden Plantage und dem Klima der Anbauregion. Zu erkennen sind die Bananen am grünen Sticker mit dem Code.

Voraussetzungen

Voraussetzungen

Beratung & Monitoring

Beratung & Monitoring

Anbau & Umweltschutz

Anbau & Umweltschutz

Transport

Transport

Rückverfolgbarkeit

Rückverfolgbarkeit

Das sind die Plantagen aus dem WWF Modellprojekt:

16

Bananen-Farmen in Kolumbien und Ecuador produzieren die Bananen aus dem WWF Modellprojekt.

106

Menschen arbeiten durchschnittlich auf einer Plantage.

Die Plantage Olga in Kolumbien ist die kleinste Plantage: Hier arbeiten 35 Menschen.

Die Plantage Banaloli in Equador ist die grösste Plantage: Sie beschäftigt 247 Angestellte.

200

Fussballfelder umfassen die Plantagen im Schnitt. Das sind 1.4 km²

22 km²

werden auf allen 16 Farmen bepflanzt. Das entspricht ungefähr der Grösse der Stadt Basel

Die Tour der Bananen bis in die Migros

Wir haben die Bananen aus dem WWF Modellprojekt vom Heranwachsen auf der Plantage über die Ernte und den Transport in die Schweiz mit der Kamera begleitet. Daraus ist eine eindrückliche Dokumentation entstanden:

Bananenplantage in Ecuador aus der Boden-Perspektive
Bananenplantage mit heranreifenden Banenen
Arbeiter einer Bananenplantage pflücken die Bananen
Gepflückte Bananen werden durch die Plantage transportiert
Arbeiter reinigt die frisch gepflückten Bananen im Wasserbad
In einer Halle werden die frisch gepflückten Bananen abgepackt
Ein Arbeiter füllt die frisch gepflückten Bananen in Kisten ab
Mit Hubstaplern werden die geernteten Bananen in Laster verladen
Die Bananen werden am Hafen in Containern auf Schiffe verlade
Ein Mann öffnet einen Lastwagen der mit Bananen-Boxen gefüllt ist.
Gebinde mit den Bananen stehen in der Reiferei
Die Bananen werden von einer Arbeiterin für den Verkauf portioniert und beschriftet
Die Gebinden mit Bananen werden für die Distribution vorbereitet
Ein Lastwagen der Migros  auf dem Weg zur Distribution

Was für die Banane aus dem WWF Modellprojekt spricht:

  • Besserer Schutz gefährdeter Pflanzen und Tiere sowie Förderung der Biodiversität
  • Verbesserte Abfallwirtschaft, inklusive Lagerung, Entsorgung und Transport
  • Verantwortungsvoller und möglichst reduzierter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
  • Analyse des Bodenmanagements und Ermittlung von Verbesserungsmöglichkeiten
  • Klimaschutz: Reduktion der Treibhausemissionen
  • Optimierung von Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und Abwässern

Versprechen

Wir versprechen, dass bis Ende 2017 all unsere Bananen nachhaltig sind.

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