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Fürs Tierwohl: Bis 2020 nur noch Freilandeier in der Migros

Eier aus Freilandhaltung – für mehr Tierwohl.

Die Migros führt bis Ende 2020 ausschliesslich Eier aus Freilandhaltung in ihrem Sortiment. Hier erfahren Sie, welche Schritte dazu notwendig sind und was dies für das Leben eines Huhns bedeutet.

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Für die Migros steht das Tierwohl an oberster Stelle. Sie ist überzeugt, dass Freiland die beste Haltungsart für Legehennen ist. Auch die Konsumenten legen gemäss Umfragen bei den Eiern besonders grossen Wert auf eine tierfreundliche Haltung. Bis spätestens Ende 2020 werden deshalb nur noch Eier von Legehennen angeboten, die Auslauf auf die Weide erhalten. Die Migros schafft damit erneut eine Pionierleistung - bereits vor über 20 Jahren war sie die erste grosse Schweizer Detailhändlerin, die keine Eier mehr aus Käfighaltung anbot.

Wie sieht ein Hühnerleben in der Freilandhaltung aus?

Die Umstellung des Sortiments* erfolgt schrittweise und ist Ende 2020 abgeschlossen. Zunächst wird das Schweizer Sortiment etappenweise nach Genossenschaft auf Freiland umgestellt. Danach folgt das Import-Sortiment. Gleichzeitig mit der Umstellung senkt die Migros das Preisniveau der Schweizer Freilandeier.

* Während die Konsumeier auf Freilandhaltung umgestellt werden, sind Industrieeier, welche bspw. in die Gastro gelangen oder zu Pasta verarbeitet werden, von der Umstellung nicht betroffen.

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  1. Stall:

    Im Stall stehen den Hennen gemäss Tierschutzverordnung Tageslicht, Sitzgelegenheiten und Legenester zur Verfügung.

  2. Legenester:

    Hier legen die Hennen ihre Eier.

  3. Wintergarten:

    Damit die Hennen auch bei schlechtem Wetter täglich an der frischen Luft scharren und picken können, steht ihnen ein gedeckter Aussenklimabereich, auch Wintergarten genannt, zur Verfügung.

  4. Weide:

    Hier können die Hennen den Auslauf auf die Weide geniessen. Die bewegungsfreudigen Tiere suchen im Freien gerne nach Würmern, Gräsern und Insekten.

  5. Baum:

    Bäume, Sträucher oder Unterstände bieten den Hühnern Schutz vor Raubvögeln und starker Sonneneinstrahlung

Welche Auswirkungen hat die Freilandhaltung auf den Eierpreis?

Eier aus Freilandhaltung unterscheiden sich preislich von denen aus Bodenhaltung. Doch was macht den höheren Preis aus? Freilandhaltung bedeutet für den Bauern einen Mehraufwand. Die Weide muss gepflegt und die Hennen abends nach dem Auslauf in den Stall gebracht werden. Für seine Arbeit, die durch die Hennen belegte Landfläche auf der Weide und die zusätzlichen Leistungen erhält der Bauer einen entsprechenden Mehrpreis, was sich wiederum auf den Eierpreis niederschlägt.

Tierwohl steht an erster Stelle

Die Bodenhaltungsbetriebe der Migros verfügen alle über einen gedeckten Aussenklimabereich. Nun kann man sich die Frage stellen, ob dies fürs Tierwohl nicht ausreichend ist? Auf der Weide gibt es so manches, was im Aussenklimabereich fehlt. Im Freien können die Hennen nach Würmern und Kleintieren suchen, picken und scharren wie im natürlichen Lebensraum und so ihr angeborenes Futtersuch-Verhalten noch besser ausleben. Legehennen sind sehr aktive und neugierige Tiere. Auf der Weide gibt es mehr Bewegungsmöglichkeiten und viele verschiedene, sich häufig ändernde Reize und Ereignisse.

Haltungsbedingungen in der Übersicht

Die Hennen leben in Ställen, die mit Stroh, Holzspänen, Sand oder ähnlichem eingestreut sind und die über viel Tageslicht verfügen. Sie können sich frei bewegen und auf Sitzstangen ruhen. Alle Migros Bodenhaltungsbetriebe haben ausserdem einen separaten, ebenfalls eingestreuten Aussenklimabereich, den Wintergarten. Hier können sich die Hennen an der frischen Luft aufhalten. Im Aussenklimabereich befinden sich zusätzliche Sitzstangen und es stehen Beschäftigungsmöglichkeiten wie Sandbäder zur Verfügung.

Neben den Ställen mit Aussenklimabereich stehen den Hennen in der Migros Freilandhaltung 2,5 m2 Weide pro Huhn zur Verfügung. Auf der weitläufigen Auslauffläche können die Hennen nach Gräsern, Insekten und Würmern suchen. Damit sich die Hennen auf der Weide wohl fühlen, brauchen sie Unterstandsmöglichkeiten wie Bäume, Sträucher oder Sonnensegel. Diese Unterstände sorgen für Schutz vor Greifvögeln und bieten an warmen Sonnentagen auch Schattenplätze. Die Migros gibt allen ihren Freilandbetrieben vor, wie die Weide mit Unterstandsmöglichkeiten zu strukturieren ist und geht damit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Sämtliche Import-Bodenhaltungseier in der Migros sind KAT zertifiziert (vgl. www.was-steht-auf-dem-ei.de). Die KAT-Bodenhaltung unterscheidet sich deutlich von der Käfig- oder Kleingruppenhaltung, die in Europäischen Ländern immer noch praktiziert wird. Gemäss den Anforderungen der KAT-Bodenhaltung stehen den Hennen eingestreute Ställe mit Sitzstangen zur Verfügung. Auch ein natürlicher Tagesrhythmus mit Tageslicht muss gewährleistet sein.

Neben dem Stall stehen den Hennen ein Aussenklimabereich und eine weitläufige Auslauffläche (4 m2 pro Tier) zur Verfügung. Auf der Weide können die Hennen nach Gräsern, Insekten und Würmern suchen.

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