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Erdbeeren –
schon mal genauer hingeschaut?

Ökologischer und sozialverträglicher: Zusammen mit dem WWF lancieren wir ein Projekt zur schrittweisen Verbesserung der Erdbeerproduktion in Spanien.

Gemeinsam für verantwortungsvoll produzierte Erdbeeren in Spanien.

Der artenreiche Nationalpark Coto de Doñana ist eine überaus schützenswerte Region. Doch die Landwirtschaft entzieht dem Feuchtgebiet viel Wasser. Rund um den Nationalpark setzen wir uns mit dem WWF durch gezielte Massnahmen für den Schutz von Flora und Fauna und einen nach­haltigeren Erdbeeranbau ein.

Wussten Sie, wie wir
Erdbeeren nachhaltiger anbauen?

Mit einem umfangreichen Katalog von 74 Massnahmen für die Bereiche Wasser, Boden, Pflanzenschutz und Soziales verbessern wir zusammen mit dem WWF und unseren Lieferanten schrittweise den Erdbeeranbau in Spanien.

Wie erkenne ich Erdbeeren aus unserem Engagement mit dem WWF?

M-Check Infografik

Mit dem neuen M-Check erhalten alle unsere nachhaltigen Produkte eine einheitliche Kennzeichnung. Selbsterklärende Textelemente und Symbole zeigen Ihnen direkt am Produkt die besonderen Nachhaltigkeitsleistungen. Als Teil des WWF-Projekts sind auch unsere Erdbeeren mit dem M-Check ausgestattet.

Erfahren Sie mehr über den M-Check

Wussten Sie, dass wir eng mit dem WWF zusammenarbeiten?

Seit 2009 besteht eine strategische Partnerschaft zwischen der Migros und dem WWF Schweiz. Das Erdbeerprojekt entstand im Rahmen des Nach­haltigkeitsprogramms Früchte und Gemüse. In diesem Programm werden die gemeinsamen An­strengungen für mehr Nachhaltigkeit im Früchte- und Gemüsesortiment zusammengefasst. Nach der Lancierung eines Modellprojektes für Bananen folgen nun Erdbeeren.

WWF-Mitarbeiter erklärt das Erdbeerprojekt

Zusammen mit dem WWF haben wir uns vor Ort von den Fortschritten im Projekt überzeugt.

Wissen Sie, was der
Coto de Doñana ist?

Der Nationalpark Coto de Doñana ist ein ökologisch bedeutendes Feuchtgebiet, UNESCO Weltnaturerbe und Heimat einer einzigartigen natürlichen Vielfalt. Mit der nachhaltigen Umstellung der landwirt­schaftlichen Nutzung rund um den Nationalpark unterstützen wir den Schutz wertvoller Wasser­ressourcen sowie der Tier- und Pflanzenwelt.

Haben Sie noch Fragen?

Wir wollen Transparenz schaffen. Denn unser Anspruch ist es, unseren Kunden verantwortungsvoll produzierte Produkte nach den höchsten Qualitäts­standards anzubieten.

Unsere Erdbeeren sind bisher nach den GlobalGAP/­GRASP-Standards zertifiziert. Diese Standards definieren Anforderungen bezüglich guter Agrar­praxis sowie nachhaltiger Landwirtschaft und stellen gesetzeskonforme Arbeitsbedingungen sicher. Zudem beteiligen wir uns seit mehreren Jahren am Projekt Ferdoñana der SAI-Plattform, dessen Fokus auf der Schulung von Produzenten im nachhaltigen Wassermanagement liegt. Da diese Massnahmen aus unserer Sicht nicht genügen, um den Coto de Doñana nachhaltig zu schützen, haben wir zu­sammen mit dem WWF das Projekt Erdbeeren lanciert.

Der WWF Schweiz ist bereits seit 2009 unser strategischer Partner. Unsere gemeinsamen Ziele liegen in den Bereichen Klimaschutz, Biodiversität, nachhaltiger Konsum und Umweltbildung. Im Jahr 2017 haben wir mit dem WWF das Nachhaltig­keitsprogramm «Früchte & Gemüse» mit dem Ziel gestartet, den Anbau von Gemüse und Früchten im Breitensortiment umwelt- und so­zialverträglicher zu machen. Nach der Lancierung des Modellprojektes für Bananen folgen nun Erdbeeren. Der Anbau der Erdbeeren soll schrittweise umwelt- und sozialverträglicher gemacht werden.

Der Nationalpark Coto de Doñana ist ein europaweit einzigartiges Feuchtgebiet und lebt von der periodischen Überschwemmung. Rund um den Park bestehen Nutzungskonflikte über die Zuflüsse, da für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen grosse Mengen Wasser benötigt werden. Es herrschte über lange Zeit Unklarheit über Nutz­ungsrechte von Wasser und Land, sodass teilweise illegale Brunnen gebaut wurden und Land ohne behördliche Bewilligung kultiviert wurde. Erdbeeren sind zwar weniger wasserintensiv als z.B. Getreide und andere Kulturen. Trotzdem entzieht auch dieser Anbau der Doñana zu grosse Wassermengen. Mit dem Projekt Erdbeeren wollen wir zusammen mit dem WWF den Anbau von Erdbeeren Schritt für Schritt ökologischer und sozialverträglicher machen.

Alle Produzenten der Migros im Einzugsgebiet des Nationalparks Coto de Doñana werden dazu verpflichtet, die Landnutzungsplanung (Plan Corona Forestal) einzuhalten. Zudem bestimmen klare Regelungen, wie Anbauflächen genutzt werden sollen. Ausschliesslich legal erschlossene Flächen dürfen für den Anbau von Erdbeeren genutzt werden. Zusätzlich bestimmen strenge Vorgaben, welche präventiven Massnahmen seitens der Produzenten getroffen werden müssen. Hierzu zählt insbesondere die Kultivierung spezieller Pflanzen mit guter Bodendurchwurzelung und somit boden­stabilisierenden Eigenschaften. Ausserdem werden Produzenten dazu verpflichtet, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu optimieren, um die Böden zu schonen.

Zunächst ist es Produzenten untersagt, hochgefährliche Pflanzenschutzmittel zu verwenden, welche auf der sogenannten PAN-Liste (Pesticide Action Network) stehen. Alle Produzenten haben eine Vereinbarung über die Umsetzung der integrierten landwirtschaftlichen Praktiken unterzeichnet. Zudem werden alle Pflanzen­schutzmittel durch einen spezialisierten Berater für integrierte Landwirtschaftspraxis evaluiert, um die Einsatzhäufigkeit zu reduzieren. In zunehmendem Masse sollen biologische und physikalische Schädlingsbekämpfungsmethoden eingesetzt und Lebensräume für nützliche Arten vergrössert werden, sodass Schädlinge auf natürliche Weise durch Nützlinge bekämpft werden können.

Im Erdbeeranbau werden insbesondere während der Ernte Saisonarbeitskräfte angestellt. Diese Menschen kennen die lokalen Arbeitsgesetze und somit ihre Rechte oft nur ungenügend, z.B. die korrekte Vergütung für Überstunden. In unserem Projekt werden deshalb Informationsveranstaltungen für die Arbeiter durchgeführt. Auch der Sozialdialog ist ein wichtiges Kriterium des Projektes, bei welchem spezifische Massnahmen zwischen Produzenten und Gewerkschaftsvertretern besprochen werden. So fand bereits ein runder Tisch zu sozialen Massnahmen mit den Produzenten unter Beteiligung von lokalen Gewerkschaften statt.

Die Farmen werden von einer externen, unabhängigen Kontrollstelle zweimal jährlich überprüft, um sicherzustellen, dass die terminierten Massnahmen umgesetzt wurden. Da es sich um ein Projekt in Entwicklung handelt, werden die Massnahmen gestaffelt umgesetzt und kontinuierliche Verbesserungen im Anbau erzielt.

Die Landwirtschaft spielt in Spanien eine entscheidende Rolle für die Wirtschaft. Aufgrund des milden Klimas wachsen dort in unseren Wintermonaten Obst und Gemüse, das nach ganz Europa exportiert wird. In der Provinz Andalusien generiert der Erdbeeranbau somit eine grosse Menge von Arbeitsplätzen und eine sichere Einnahmequelle abseits des Tourismus. Die Migros setzt sich dafür ein, dass dieser wichtige Wirtschaftszweig nicht bloss bestehen bleibt, sondern zudem deutlich nachhaltiger gestaltet wird.

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