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Plastik: weniger ist mehr!

Wir packen es an und reduzieren den Einsatz von Plastik.

Unnötiges Plastik sparen wir uns!

Die Migros gehört den Leuten. Deswegen hören wir Ihnen immer genau zu. Auch wir sehen es als unsere Verantwortung an, die Umwelt in Ihrem Sinne und auch für kommende Generationen zu schonen: Plastik in der Umwelt hat bei uns keine Zukunft. Dafür ergreifen wir ständig neue Massnahmen – z. B. die Reduktion von Plastik beim Bio-Offenverkauf, der Ausbau von Mehrweglösungen, die weitere Entwicklung innovativer Verpackungen und der res­sour­cen­scho­nende Umgang mit der Umwelt durch Recycling.

Bio-Offenverkauf: Wir verdoppeln!

16'000
kg Plastik sparen wir jährlich durch den umgestellten Bio-Offenverkauf.

Künftig sind doppelt so viele Bio-Früchte und Bio-Gemüse im Offenverkauf von Plastik befreit. Das bedeutet für Sie: noch mehr natürlich angebotene Produkte und ein noch besseres Gewissen. Und damit nicht genug: Wir arbeiten weiterhin auch daran, mit zahlreichen Innovationen die Verpackungen für Früchte und Gemüse noch ökologischer zu gestalten.

Check: So weit sind wir beim Bio-Offenverkauf

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Infografik: 2018 haben wir 270 Tonnen Plastik eingespart, das entspricht dem Gewicht von 50 Elefanten.

Mehrwert durch Mehrweg!

Seit 2017 haben wir

60'000
Wegwerfbehälter durch unsere Mehrwegschalen ersetzt!

Gemeinsam für weniger Plastik

Eines ist klar: Wiederverwenden ist umweltschonender als Wegwerfen. Deswegen gibt es unsere Mehrwegschalen und Veggie Bags fast in der gesamten Schweiz. Als erster Schweizer Detailhändler bieten wir dabei Mehrweggeschirr und -schalen bereits in über 70 Prozent unserer Restaurants, Take Aways und Märkte an – Tendenz steigend. Zusätzlich haben Sie in den meisten Filialen die Möglichkeit, an den Käse- und Fleischtheken Ihr gewünschtes Lieblingsprodukt in ein mitgebrachtes Mehrweggeschirr zu verpacken. Fragen Sie bitte vorher in Ihrer Filiale nach, ob dieser Service dort angeboten wird. Achten Sie zudem darauf, dass genussfertige Produkte wie Käse oder Charcuterie nicht zusammen mit rohen Produkten (z. B. Poulet) verpackt werden können – bringen Sie also für zwei verschiedene Produkte zwei Boxen mit.

Recycling: nichts kommt weg!

Nicht nur der sparsame Umgang mit unseren Ressourcen ist wichtig, sondern auch das Recycling von Plastik. Dafür bieten wir unseren Kunden mit dem grössten Rücknahmenetz der Schweiz bereits die Möglichkeit, ihre PET- und Plastikflaschen zu retournieren und so wieder in den Produktionskreislauf einzubringen. Über 9'000 Tonnen PET- bzw. 2'900 Tonnen Plastikflaschen werden durch unsere Kunden jährlich retourniert. Nur dadurch können wir neue Errungenschaften wie unsere Sirup-Flaschen aus 100% Recycling-PET feiern.

Champions League der Ökologie

Mit unseren Sirup-Flaschen sind wir in der Meisterklasse des Recyclings angelangt: Die Flaschen sind zu 100 Prozent aus recyceltem PET hergestellt. Damit haben wir die Vision eines vollständig geschlossenen Materialkreislaufs möglich gemacht und sparen allein mit unseren Sirup-Flaschen jährlich 222 Tonnen neues Plastik ein.

Der PET-Zyklus: Wir drehen uns gern im Kreis!

Bild mit Hotspots

Wählen Sie einen Hotspot an, um mehr über den Punkt zu erfahren.

Grafik PET-Kreislauf
  1. 1. Sammlung:

    Leere PET-Getränkeflaschen können bei der Migros flächendeckend zurückgegeben und zu 100 Prozent wiederverwendet werden.

  2. 2. Rücktransport:

    Die gesammelten Flaschen werden von den Migros Filialen an regionale Betriebszentralen transportiert und sortiert.

  3. 3. Sortierung:

    In den Sortieranlagen werden bis zu 350'000 Flaschen pro Stunde verarbeitet. Dabei werden Fremdstoffe aussortiert und farbiges und transparentes PET getrennt.

  4. 4. Rückgewinnung:

    Die sortierten PET-Getränkeflaschen werden zerkleinert und anschliessend von den Flaschenbestandteilen (Deckel, Etiketten) getrennt.

  5. 5. Aufbereitung:

    In einem mehrstufigen, ressourcenschonenden Prozess entstehen lebensmitteltaugliche Plastik-Flakes, die zu sogenannten Preforms (PET-Rohlinge) zusammengebracht werden.

  6. 6. Abfüllung und Verkauf:

    Die Preforms werden beim Getränkeabfüller in die finale Form geblasen, befüllt und an die Verkaufsstellen der Migros ausgeliefert.

Innovation fängt aussen an!

Wir wollen die ökologische Zukunft mitgestalten. Deshalb arbeiten unsere Experten jeden Tag daran, für unsere Verpackungen innovative, umweltschonende Alternativen zu entwickeln. Dabei haben wir einen unschlagbaren Vorteil: Wir produzieren 80 Prozent unserer Produkte selbst und können so direkt neue Standards für die Industrie setzen. Ein Beispiel: Nach zweijähriger Entwicklung haben wir eine neue Hybrid-Fleischverpackung entwickelt, mit der 70 Prozent Plastik eingespart wird. Unser Erfolg spricht für sich, denn unsere Verpackungen wurden bereits mehrfach mit dem Swiss Packaging Award prämiert.

Ausgezeichnete Migros Verpackungen

Vereint gegen Littering

Zusammen mit der Interessengemeinschaft saubere Umwelt (IGSU) engagieren wir uns gegen die bewusste oder unbewusste Verschmutzung des öffentlichen Raumes mit Abfällen – das sogenannte Littering. Die IGSU ist eine offene Plattform mit Partnern aus der Konsum- und Recyclingwirtschaft, die über den Umgang mit Abfall und recycelbaren Werkstoffen aufklärt etwa mit Botschaftern gegen Littering, Workshops in Schulen, einem Nationalen Clean-Up-Day und vielem mehr. Eine dieser Massnahmen ist auch die Raumpatenschaft. Das Konzept ist so simpel wie effektiv: Einzelpersonen oder Gruppen wie Schulklassen, Familien oder lokale Vereine übernehmen die Verantwortung für einen bestimmten öffentlichen Raum und kümmern sich darum, ihn dauerhaft abfallfrei zu halten. Wir haben diese Initiative bisher mit CHF 45'000.- aus dem Verkauf unserer Plastiksäckli unterstützt. 

FAQ

Offenverkauf

Bio-Produkte müssen eine bestimmte Umsatzschwelle erreicht haben, damit sie ausgepackt werden können. Denn damit die Frische der Produkte gewährleistet werden kann, braucht es eine gewisse Verkaufsfrequenz. Wenn sie zu lange im Regal liegen bleiben, steigt der Verderb von unverpackten Lebensmitteln. Konventionelle Lebensmittel werden hingegen nach wie vor stärker nachgefragt. Eine dünne Plastikfolie macht im Sinne des Produktschutzes auch durchaus Sinn: Eine unverpackte Gurke ist beispielsweise nach einigen Tagen nicht mehr verkäuflich, 1.5 Gramm Verpackung halten sie aber für rund zwei Wochen frisch. Bio-Produkte müssen zudem aufgrund der Bio-Verordnung jederzeit klar erkennbar von konventionell produzierten Produkten getrennt werden. Nur die Auslage zu kennzeichnen genügt nicht. Denn gemäss Bio-Verordnung soll sichergestellt werden, dass die Kunden pro Produkt wissen, ob es sich um einen Bio-Artikel oder einen konventionellen Artikel handelt. 

Die Migros hat bereits zahlreiche Alternativen geprüft, unter anderem ein sogenanntes Licht-Tattoo. Wir haben allerdings festgestellt, dass viele Produkte unter der Kennzeichnung verdorben sind. Auch Beutel auf Basis von Holz sind nicht zielführend, da diese ökologisch keine Vorteile aufweisen und nicht in der Grüngutschiene entsorgt werden dürfen.

Biologisch abbaubarer Plastik schneidet in Ökobilanzen – entgegen der verbreiteten Meinung – nicht besser ab als erdölbasiertes Plastik. Die Gründe für das schlechte Abschneiden der biologisch abbaubaren Beutel liegen im Anbau der nachwachsenden Rohstoffe, wie z.B. einer intensiven Landwirtschaft, Monokulturen und dem Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen (z.B. Gen-Mais). Zudem muss für Säckchen aus Bio-Plastik mehr Material eingesetzt werden um die gleiche Stabilität und Reissfestigkeit zu erreichen. Problematisch ist ausserdem, dass biologisch abbaubare Materialien zum Teil mit der Nahrungsmittelproduktion konkurrieren. So wird Bio-Plastik z.B. aus Mais-, Kartoffel- oder Sojastärke hergestellt – Pflanzen, die für viele Menschen eine wichtige Nahrungsgrundlage sind.

Nicht zuletzt landen die Plastiksäcke in der Schweiz nicht auf Deponien, sondern in modernen Kehrichtverbrennungsanlagen. Die bei der Verbrennung der Säcke freigesetzte Energie wird wieder zur Produktion von Strom und Wärme genutzt, die entstehenden Rauchgase wirksam gereinigt.

Mehrweg statt Einweg

Die Migros bietet in vielen Filialen diverse Artikel im Offenverkauf an. Neben vielen Gemüse und Früchten handelt es sich hierbei auch um Trockenfrüchte und Nüsse sowie Frischprodukte wie Käse, Fleisch und Pasta. Die Genossenschaften prüfen laufend, ob eine Ausweitung des Offenverkaufs umsetzbar und ökologisch sinnvoll ist. 

Wir stellen 2019 alle unsere Wattenstäbli auf FSC-zertifizierten Karton um und sparen so 145 Mio. Plastikstäbli ein. Im Hinblick auf die Sommersaison 2019 wurde das Einweggeschirr-Sortiment der Migros stark angepasst, es beinhaltet heute unter anderem Strohhalme aus Karton, farbiges Karton-Geschirr sowie deutlich mehr Mehrweglösungen. Unser Sortiment wird laufend optimiert. Wenn es ökologischere Alternativen zu Plastik gibt, werden diese geprüft und wo möglich eingesetzt. Die Migros erachtet es aber als nicht zielführend, generell auf Plastik-Produkte zu verzichten, da alternative Materialien nicht immer eine bessere Umweltbilanz aufweisen. Beim Geschirr setzt die Migros ihren Schwerpunkt deshalb auf sinnvolle Mehrweglösungen. Es freut uns zu sehen, dass Mehrweggeschirr immer stärker nachgefragt wird und wir diese Sortimente somit ausbauen können. Mehrwegvarianten generieren bei tatsächlicher mehrfacher Nutzung auch einen echten ökologischen Mehrwert.

Recycling PET

In den Migros-Filialen gibt es Sammlungen für PET-Getränkeflaschen und Plastikflaschen aus dem Haushalt (z.B. PE-Milchprodukteflaschen, Flaschen von Shampoos, Duschgels, Wasch- und Reinigungsmitteln). Daneben nehmen alle Filialen Batterien, Elektro- und Elektronikgeräte, CDs und DVDs sowie Leuchtmittel und Energiesparlampen entgegen und führt sie dem Recycling zu.

Fachmärkte mit entsprechendem Sortiment sammeln eine Reihe weiterer ausgedienter Produkte wie Leuchtstoffröhren und Leuchten, elektrische Bau-, Garten- und Hobbygeräte sowie Farben, Lacke und Chemikalien.

Bei Gemischtsammlungen werden Kunststoffe verschiedener Art gesammelt. Ein grosser Teil davon, zum Beispiel die Verbundmaterialien, kann mit den heutigen Technologien nicht recycelt werden. Mehr als 50% gelangt so schlussendlich doch in die Verbrennung. Aus Sicht der Migros macht es deshalb keinen Sinn, ein System aufzubauen, bei dem der gesammelte Plastik am Schluss doch wieder verbrannt wird. Darüber hinaus müssten die LKW-Transporte erhöht werden, was wiederum einen negativen Einfluss auf die Umweltbilanz hat.

Ja, wir nehmen bis auf wenige Ausnahmen alle wiederverschliessbaren, leeren Plastikflaschen zurück.

Verpackungen der Zukunft

Die Umweltbelastung bei der Herstellung von Bio-Plastik ist in der Regel viel höher verglichen mit herkömmlichem Plastik: Der Anbau der Rohstoffe für Bio-Plastik – in der Regel Mais oder Zuckerrohr – erzeugt durch den Pestizideinsatz, Düngung sowie die Bewässerung viel höhere Emissionen. Die Ökobilanz ist damit schlechter als bei konventionellem Plastik. Fast noch wichtiger ist aber, dass der Anbau dieser Rohstoffe in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht, was wir als unverantwortlich erachten. Bio-Plastik erreicht ausserdem bei Weitem nicht dieselben Verpackungseigenschaften wie konventionelles Plastik. Um beispielsweise bei einer Tragtasche eine vergleichbare Reissfestigkeit zu erreichen, müssen die Bio-Plastiktaschen rund 30% dicker sein als konventionelle Plastiktaschen. Entgegen der gängigen Annahme sind viele Verpackungen aus Bio-Plastik nicht oder nur unzureichend biologisch abbaubar. Werden all diese ökologischen Nachteile berücksichtigt, so fällt die Umweltbilanz für Bio-Plastik negativ aus. Aus diesem Grund setzt die Migros nur dann Bio-Plastik ein, wenn dieses tatsächlich umweltfreundlicher ist als die bisherigen Verpackungen aus konventionellem Plastik.

Die Migros sieht grosses Potenzial im Bereich Bio-Plastik, der aus organischen Abfällen hergestellt wird. Diese versprechen eine deutlich niedrigere Umweltbelastung als herkömmliche Materialien und stehen im Gegensatz zu anderen biologisch abbaubaren Materialien nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Eine weitere Priorität liegt beim zunehmenden Einsatz von Recycling-Material. Bereits heute enthalten viele Schalen in der Früchte- und Gemüseabteilung einen Anteil Recycling-PET. Dieser Anteil soll weiter zunehmen. Die Migros unternimmt folglich grosse Anstrengungen, um ihre Verpackungen laufend zu optimieren und Verpackungsmaterial zu reduzieren. Erste Priorität hat dabei aber immer, das Produkt ausreichend zu schützen. Auch geringste Nahrungsmittelverluste müssen zwingend vermieden werden.

Glas wird aus Sand und Kalk hergestellt und ist gut recycelbar. Allerdings wird bei der Herstellung und beim Recyceln von Glas sehr viel Energie benötigt – v.a. für das Einschmelzen. Für diese Energie wird wiederum Erdöl benötigt. Zudem sind beispielsweise Flaschen aus Glas um ein vielfaches schwerer als solche aus Plastik. Neben dem höheren Materialverbrauch bringt das auch beim Transport ökologische Nachteile mit sich, da mehr Treibstoff verbraucht wird als für leichte Kunststoffflaschen. Aus ökologischer Sicht heisst das: aufgrund des deutlich geringeren Materialverbrauchs ist die Umweltbelastung von Plastikflaschen meist deutlich niedriger als die von Glasflaschen.

Littering

Auf den Migros-Eigenmarken geben Entsorgungspiktogramme klar Auskunft darüber, wie die jeweilige Verpackung korrekt entsorgt wird. Die Migros bietet zudem ein umfangreiches Rücknahmesystem für Verpackungen an. Wir appellieren an die Konsumentinnen und Konsumenten, Verpackungen korrekt zu entsorgen.

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