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13.03.2020 - Nachhaltigkeit Neu: Unternehmen wollen Palmölproduktion nachhaltiger machen

Zürich - Palmöl aus umwelt- und sozialgerechtem Anbau beschaffen, den RSPO (Round Table on Sustainable Palm Oil) weiterentwickeln, die Wirkung vor Ort erhöhen und Innovationen anstossen: Das wollen acht Unternehmen mit dem neu gegründeten Palmöl Netzwerk Schweiz erreichen.

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Barry Callebaut, Coop, Florin, Migros, M-Industrie, Nestlé Schweiz, Nutriswiss und Pro Fair Trade bündeln im Palmöl Netzwerk Schweiz ihre Kräfte, um nachhaltige Verbesserungen in der Palmöl-Wertschöpfungskette zu erzielen. Mit dem Zusammenschluss wollen die Akteure:  

  • Ausschliesslich nachhaltiges Palmöl und Palmkernöl für Lebensmittel importieren und verarbeiten. Bereits heute beschaffen die Importeure Florin und Nutriswiss 100% segregiertes und zertifiziertes RSPO-Palmöl. 
  • Die Nachhaltigkeitsstandards insbesondere den RSPO weiterentwickeln und damit die Wirkung steigern. Dazu werden Zusatzkriterien – die über den RSPO Standard hinausgehen – bei den Lieferanten implementiert und kontrolliert. 
  • Bis ins Jahr 2025 die Rückverfolgbarkeit bis zum Produzenten (Plantage, Kooperative) sicherstellen.
  • Innovationen anstossen und das Handlungsfeld erweitern. So ist es ein festes Ziel, andere tropische Fette und Öle wie zum Beispiel Kokosöl nach Nachhaltigkeitskriterien zu auditieren.

Das Palmöl Netzwerk Schweiz wird regelmässig die Zielerreichung messen, die Öffentlichkeit über Fortschritte und Herausforderungen informieren, die internationale Vernetzung fördern und den Dialog mit der Zivilgesellschaft und der öffentlichen Hand suchen. Eine Begleitgruppe aus anerkannten Experten von Nichtregierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen und Bund soll die Umsetzung mitgestalten und Impulse zur Weiterentwicklung geben. 

Als erste gemeinsame Aktivität wurde eine Benchmarking-Studie zur Bewertung der gegenwärtig im Markt etablierten Nachhaltigkeitsstandards im Palmölsektor in Auftrag geben. Die Studie identifiziert Verbesserungspotenziale bei den einzelnen Standards und bietet damit eine geeignete Grundlage für den Dialog mit Standardorganisationen. Die Resultate der Studie werden demnächst auf www.palmoelnetzwerk.ch abrufbar sein.

Die Schweiz importierte im vergangenen Jahr 23’700 Tonnen Palmöl und Palmkernöl für die Lebensmittelindustrie. Vor zehn Jahren waren die Einfuhren mit 32’000 Tonnen noch um ein Viertel höher. Je rund 30 Prozent der Palmölimporte stammen aus Malaysia und den Salomonen.